Sikh Enzyklopädie | Sikh Encyclopedia | Glossary

Sikh Enzyklopädie
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A

Aad

von Beginn der Zeit an.

Aad Sach

von Beginn der Zeit an, wahr.

Aag

Feuer.

Aasraa, Aasraa de na

Schutz geben, Rückendeckung, die Begrifflichkeit stammt aus dem Gatka, der Sikh Kampfkunst).

Akaal Ustat (Akal Ustat)

Die Lobpreisung des zeitlosen Einen Schöpfers. Akaal Ustat ist die 2.te Komposition im Sri Dasam Granth, (271 Verse und ein halber Vers, 10 Savaiyas) von Sri Guru Gobind Singh.

Atash-Baz

Feuerwerk, Feuerwaffen (Agny Astra).

Adi Guru Granth (Guru Granth Sahib)

ist die erste kompilierte Schriftensammlung der Heiligen Hymnen der Sikh Gurus, Bhagats und Bhatts, auch als Pothi Sahib und Adi Granth bekannt. Der fünfte Sikh Guru, Guru Arjan Dev, stellte den Adi Guru Granth zusammen. Bhai Gurdas diente Guru Arjan Dev als Schreiber. Guru Arjan Dev inkludierte zu den Hymnen der Sikh Gurus Seine eigenen 2218 Hymnen als auch die Verse von den Heiligen Bhagats und Bhatts (Sufi Heilige, Hindus und Muslime). Diese Heiligen waren im Einklang mit der Lehre der Sikh Gurus, vom Einen universellen Schöpfergott, Ik Oankar. Die Verse der Bhagats und Bhatts gehören zu den sogenannten Sachi Banis (siehe Sachi Bani). Sie basieren auf direkter Bewusstseins- und Gotteserfahrung. Die Heiligen Bhagats haben auf den Namen Gottes meditiert und die Einheit mit der höchsten All-Seele, mit Paramatma realisiert. Der Adi Guru Granth ist der manifeste Ausdruck von Gottes direktem Wort, welches die Sikh Gurus und die Bhagats in Ihrem göttlich verankerten Bewusstsein empfangen und der Menschheit offenbart haben. Der Adi Guru Granth weist auf die Ewige, alles zugrundeliegende Einheit Gottes hin. Die Botschaft und die Lehre der Sikh Gurus ist universell, transzendent, zeitlos, ewig-gültig. Der Adi Guru Granth lehrt die Methode zur Vereinigung mit dem allmächtigen Schöpferherrn. Der Adi Guru Granth ist die Verkörperung der zehn Sikh Gurus, ihn Ihm wohnt das ewige Licht und die unverfälschte Wahrheit Gottes, durch den Guru offenbart. Im Adi Guru Granth ist die Essenz von Liebe und Frieden (Prem und Shant Ras) manifest. Der Adi Guru Granth wurde im Jahr 1604 feierlich im Sri Harmandir Sahib installiert. Baba Buddha Ji wurde der erste Haupt-Granthi im Sri Harmandir Sahib.
Guru Gobind Singh, der zehnte Sikh Guru, fügte dem Adi Guru Granth die Hymnen seines Vaters Guru Tegh Bahadur hinzu und vollendete damit den Heiligen Adi Granth. Im Jahr 1708 ernennt Guru Gobind Singh den Adi Guru Granth zum "Ewig-lebenden Guru der Sikhs" und überträgt die Guruschaft auf den Ewigen Shabad Guru. Seither wird der Titel "Guru Granth Sahib" verwendet mit dem Zusatz von "Siri" (Sri), um die Heiligkeit und Respekt hervorzuheben. Der Siri Guru Granth Sahib stellt die höchste spirituelle, religiöse Autorität im Sikh Glauben dar.

Aarti

Im Sikh Glauben ist das Aarti ein Bani (Gebet), welches Satguru Nanak Dev verfasste. Es ist im Siri Guru Granth Sahib zu lesen.

Agan Bhet

Bestattung; Feuerbestattung.

Achint

mühelos, ohne Sorgen.

Agyan

Ignoranz.

Ahankar

Ego, Ich-Bewusstsein (siehe Haumai/Homai).

Ahimsa

Die Lehre der Gewaltlosigkeit und des Nichtverletzens.

Ajuni (Ajooni)

ungeboren.

Akaal (Akal)

ewig, unsterblich, zeitlos. Eine Terminologie, um den transzendentalen, ewigen, unsterblichen Schöpfer zu beschreiben.
(Siehe Akaal Purakh)

Akaal Bunga (Akal Bunga)

Ursprünglich: die Heimstätte des Herrn. Eine weitere Bezeichnung für den Sri Akaal Takht in Amritsar. In Sri Anandpur Sahib befindet sich der Akal Bunga, wo der enthauptete Kopf (Sis) von Guru Tegh Bahadur kremiert wurde.
(Mehr Infos unter Historische Gurudwaras)

Akali

Verehrer, Anbeter, Anhänger des unsterblichen, zeitlosen Einen Schöpfers. Die Bezeichnung Akali wurde ursprünglich für die "Nihang Singhs", den Verteidigern des Sikh Glaubens, den Sant-Siphai des 18. Jahrhunderts, verwendet.

Akali Dal

Im Jahr 1919 wurde die politische Partei Akali Dal gegründet. Nach 1925 bezeichnete man die Mitglieder dieser politischen Partei auch als "Akalis". Die Führer der ersten Phase der Akali Dal waren Personen von hohem moralischen Charakter und eine Quelle der Inspiration für eine gewaltlose, politische Erneuerungsbewegung. Nach der Teilung von 1947 splittete sich die Akali Dal in zwei politische Hauptparteien auf. Die Akali Dal Partei hat sich mittlerweile in weitere Akali Dal Parteien aufgesplittet, wie United Akali Dal etc.

Akaal Purakh (Akal)

der unsterbliche, zeitlose Eine Schöpferherr, der jenseits von Zeit und Raum ist.

Akaal Takht (Akal Takhat)

Thron des unsterblich-zeitlosen, ewigen Schöpfers. Der Sri Akaal Takht ist der höchste Sitz der temporalen Sikh Autorität. Guru Hargobind Sahib, der sechste Sikh Guru, legte den Grundstein für den Sri Akaal Takht. Im Jahr 1606 wird die Nishan Sahib Flagge über den Sri Akaal Takht installiert, als Zeichen des Wahren Gurus. Die fünf wichtigsten Throne in der Sikh Religion sind:
Sri Akaal Takht, Takht Sri Kesgarh Sahib, Takht Sri Patna Sahib, Takht Sri Hazur Sahib, Takht Sri Damdama Sahib.
(Mehr Infos finden Sie unter Fünf Takths)

Akhand Path

Akhand bedeutet 'ohne Unterbrechung' und 'Path', die Lesung und Rezitation von Gurbani. Der Akandh Path ist die 48-stündige Dauerlesung des Heiligen Guru Granth Sahib, die ohne Unterbrechung durchgeführt wird. Während dieser Zeitspanne wechseln sich in der Regel vier Pathis (Leser) ab.

Akhara

Arena, z.B. die Kampfarena für Gatka, Wrestling.

Alahniyan

sind Verse, die gesungen werden, um eine Lobpreisung auszudrücken und bei Personen, die diese Welt verlassen. Im Siri Guru Granth Sahib werden die Heiligen Hymnen zur Lobpreisung gesungen, um den wundervollen Schöpfer und Erleuchter zu lobpreisen. Ihm und Guru allein wird alle Liebe, Ehre, Dank, Hingabe und Sehnsucht in der Sikhi ausgedrückt.

Amrit

unsterblicher, ambrosialer Nektar, Unsterblichkeit.
In der Sikh Taufe wird das Taufwasser als 'Amrit' bezeichnet. Während der Herstellung des Taufwassers werden die 5 Morgengebete: Japji Sahib, Jaap Sahib, Tav Prasad Savaiye, Chaupai Sahib und Anand Sahib (alle 40 Verse) rezitiert. Das direkte Wort des formlosen Schöpfers, Gurbani und Waheguru Naam sind das Amrit für den Geist, für die Seele.

Amritdhari

ist eine Person (w/m), die sich in der Sikh Taufzeremonie Amrit Sanchar (Khande di Pahul) taufen lässt. Die getauften Sikhs werden als 'Amritdharis' bezeichnet und gehören zum Khalsa Panth, der Gemeinschaft der Reinen und Souveränen. Amritdharis befolgen das Rehat Maryada, den Verhaltenskodex für getaufte Sikhs. Der Khalsa Panth hat die Aufgabe die Grundlagen im Sikh Glauben, die Gurmatlehre und die Legislatur der Sikh Gurus zu bewahren und zu beschützen.

Amrit Sanchar (Khande di Pahul)

beschreibt die traditionelle Taufzeremonie für Sikhs, die an Vaisakhi 1699 von Guru Gobind Singh in Sri Anandpur Sahib initiiert wurde. Für das Taufwasser werden Zuckerstückchen in einer Sarbloh Batta, die mit Wasser gefüllt ist, mit einem Khanda (doppelseitiges Schwert) zerkleinert. Dabei werden die fünf Gebete, die Panj Bania - Japji Sahib, Jaap Sahib, Tav Prasad Savaiye, Chaupai Sahib und Anand Sahib (alle 40 Verse) von den fünf Geliebten, den Panj Pyare, rezitiert. Die Grundlagen und Richtlinien für die originale Taufzeremonie hat der zehnte Sikh Guru, Guru Gobind Singh, 1699 festgelegt. Der Ablauf der Amrit Taufe ist im traditionellen Gurmat Rehat Maryada als auch im Sikh Rehat Maryada (SRM) beschrieben. Die Amrit Taufe wird traditionell von fünf Sinhgs, den fünf Geliebten durchgeführt.

Amrit Vela

bezeichnet die unsterbliche, himmlische Stunde, die ca. 3 Stunden vor Sonnenaufgang beginnt. In der Regel umfasst Amrit Vela die Zeitspanne von Mitternacht bis 5 Uhr morgens. Amrit Vela wird als die ideale Zeit beschrieben, um die Waheguru Naam Meditation, die Mool Mantar Meditation und die Panj Bania, die fünf Morgengebete, auszuüben. Amrit Vela wird ebenfalls als die Zeit definiert, um das Bewusstsein aus der Dunkelheit, Ignoranz, Überschattung und Bindung herauszuholen, um es zu erwecken.

In Amrit Vela, den ambrosialen Stunden vor Sonnenaufgang, rezitiere den Wahren Namen Gottes und denke über Seine herrliche Grossartigkeit nach.
(SGGS, Ang 2)

Wer sich selbst einen Sikh des Gurus, den Wahren Guru nennt, sollte zu Amrit Vela in den frühen Morgenstunden aufstehen und auf den Namen Gottes meditieren.
(SGGS Ang 305)

Zur festgelegten Zeit in Amrit Vela, den ambrosialen Stunden des frühen Morgens, richten die Verehrer ihre Aufmerksamkeit liebevoll auf den Herrn und auf den Reichtum des Herrn. Die Anhänger des Herrn pflanzen den Samen des Reichtums vom Namen Gottes in den himmlischen Stunden Amrit Vela; sie konsumieren ihn, sie geben ihn aus, aber der Name bleibt unerschöpflich.
(SGGS, Ang 734)

Anand Karaj

glückselige Vereinigung. Anand Karaj ist die traditionelle Sikh Heirat zwischen zwei Sikhs, die auf einer vier Strophen Lavan basiert, die von Guru Ram Das komponiert wurde. Der vierte Sikh Guru, Guru Ram Das, hat mit Einführung der Anand Karaj die Grundlagen und Richtlinien für die Sikh Heirat für die Sikh Gemeinde festgelegt. Während der Sikh Heirat, Anand Karaj umschreitet das Paar den Siri Guru Granth Sahib. Das Umschreiten des Heiligen Guru Granth Sahib ist ein Zeichen von Liebe, Respekt, Hingabe, Demut und Bekenntnis gegenüber dem Ewige-lebenden Guru der Sikhs. Die Sikh Heirat 'Anand Karaj' ist ein Versprechen, den Ewigen Shabad Guru zum Zentrum seines Lebens zu machen. In der Anand Karaj übergeben die Frau und der Mann ihren Geist, Körper und ihre Seele dem Ewigen Guru. Gott ist der wahre Ehemann (Husband Lord) und die Individual Seele, die glückselige Braut (Soulbride). Gott/Guru zu lieben, Ihm zu dienen und zu folgen ist das Versprechen. Der Sikh befolgt die Anweisungen der Sikh Gurus und die Gurmat Lehre. Das Umschreiten beinhaltet ebenso die Bitte des Paares, Segen, Schutz und Führung für das gemeinsame Leben von Gott/Guru zu erhalten. Der Siri Guru Granth Sahib ist die höchste spirituelle, religiöse Autorität im Sikh Glauben. Das göttliche Licht von Wahrheit, Wissen, Weisheit, Selbst-Erkenntnis manifest und offenbart in der Gurbani, festigt diese Gemeinschaft. Im Sikh Glauben wird das Umschreiten des Siri Guru Granth Sahib als Parkarma bezeichnet. Bei einer Sikh Heirat vermählen sich beide Seelen mit Guru/Gott, mit der allmächtigen transzendentalen Schöpferseele, mit dem reinen unsterblichen Bewusstsein.

Die Füße, die Parkama um Guru Sahib machen, sind unbezahlbar.
Those feet that do Parkarma of Guru Sahib are priceless.
(Kabitt Savaiye, Bhai Gurdas)
Geliebter Ehemann, wenn du meine Hand nimmst, werde ich Dich nie im Stich lassen.
Beloved Husband, if you take my hand, I shall never forsake you.
(SGGS, Ang 322)
Sie allein werden Mann und Frau genannt, die ein Licht in zwei Körpern besitzen.
They alone are called husband and wife who have one light in two bodies.
(SGGS, Ang 788)
Es gibt nur den Einen Ehemann, Gott, und alle sind seine Bräute (Seelenbraut)
There is one Husband Lord, and all are His brides (soulbride).
(SGGS, Ang 933)

*Anmerkung: Interreligiöse Heirat - Anand Karaj?
Oft wird nachgefragt, ob ein Sikh und ein Nicht-Sikh eine Anand Karaj in einem Sikh Gurudwara durchführen können. Die Antwortet lautet Nein. Die Sikh Heirat ist laut den Anweisungen der Sikh Gurus, dem Gurmat Rehat Maryada und dem Sikh Rehat Maryada ausschließlich nur zwischen zwei Sikhs zu vollziehen. Ähnlich wie bei einer kirchlichen Trauung bei den Christen, müssen sich beide Ehepartner vorher zum christlichen Glauben bekennen, um in der Kirche getraut zu werden. Eine ähnliche Regelung gibt es bei den Muslimen, den Hindus und in der jüdischen Gemeinde. Das Gurmat Rehat Maryada, sowie das Sikh Rehat Maryada, und die Rehatname beschreiben ausführlich die Grundlagen und Richtlinien für die traditionelle Sikh Heirat.
Die Anand Karaj wurde vom vierten Sikh Guru, Guru Ram Das, festgelegt und jeder, der sich als ein Sikh, ein Schüler des Gurus bezeichnet, sollte sich nicht über das Wort und die Anweisungen des Gurus hinwegsetzen. Dies ist nicht Gurmat, sondern Manmat. Guru Gobind Singh gibt in seinen 52 Hukamname ebenfalls die Anweisung, die Hand der Sikh Tochter nur an einen Sikh Mann zu geben. Die Sikh Gurus haben die Grundlagen für ihre Sikh Gemeinde festgelegt. Wenn es doch einmal passieren sollte, dass ein Vorstand (Komitee) eines Gurudwaras gegen das Rehat Maryada von Anand Karaj verstösst, sollte das Gurudwara Komitee über die Grundlagen zur Anand Karaj von getauften Sikhs aufgeklärt werden und Sri Akaal Takht, der höchste Sitz in Amritsar darüber informiert werden. Ein Gurudwara ist kein Privatunternehmen, sondern das Haus des Gurus, wo die Gurmat Lehre der Sikh Gurus zu respektieren ist. Jeder Gurudwara unterliegt dem Sikh Rehat Maryada.

Anand Sahib

ist das Bani (Gebet) für Glückseligkeit, welches vom dritten Sikh Guru, Guru Amar Das, verfasst wurde. Das Anand Sahib ist eines der fünf Morgengebete des täglichen Nitnem für getaufte Sikhs. Gemäß der originalen Amrit Taufe in den Khalsa Panth von 1699 werden alle 40 Verse rezitiert. Das Anand Sahib wird ebenfalls in der traditionellen Sikh Heirat, 'Anand Karaj' nach den vier Lavan Strophen rezitiert, um die glückselige Vereinigung mit Guru/Gott zu beschreiben. Das Bani ist auf Ang 917 im SGGS zu finden.

Anbhav Prakash

Die Wahrnehmung von der Realität, die eine Person, die Gurmukh geworden ist, genießt.

Ang

Körperteil, Gliedmaße. Die Begrifflichkeit "Ang" wird in der Regel aus Respekt verwendet, wenn es um die Seiten des Heiligen Guru Granth Sahib geht. Ein Sikh benutzt in der Regel die Terminologie von "Ang". Der Siri Guru Granth Sahib ist der Ewig-lebende Guru der Sikhs, die höchste spirituelle Autorität im Sikh Glauben. Das direkte Wort des formlosen Schöpfers, die Gurbani ist zeitlos, die ewig-lebende, ewig gültige universelle Wahrheit, die von Beginn an durch alle Zeitalter wahr ist, manifest im Shabad Guru. Der Siri Guru Granth Sahib ist Jaagdi Jot, die Verkörperung von dem Licht und dem Wissen Gottes und der zehn Sikh Gurus.

Anti-Gurmat

Handlungen, Aktivitäten, absichtliche Verfälschungen, Missinterpretation und Beleidiungen, die sich gegen die Sikh Gurus, gegen die Gurmat Lehre und gegen die höchste Autorität im Sikh Glauben, dem Heiligen Guru Granth Sahib richten.

Ardas (Ardaas)

das Wort leitet sich aus dem persischen 'Arzdasht' ab. Das Ardas ist ein Bitt- und Fürgebet der Sikhs, welches an den allmächtigen Schöpfer Waheguru gerichtet wird, um Seine Gnade und Segen zu erbitten. Das Ardas ist eine Petition an Gott. Es beinhaltet Waheguru (Gott), die zehn Sikh Gurus, die fünf Geliebten, die vier Söhne von Guru Gobind Singh, Heilige und Sikh Märtyrer, die fünf Takhts der Sikh Religion etc. Das Ardas wird zum Abschluss nach den Sikh Gebeten durchgeführt, sowie bei allen Sikh Zeremonien, in der Saadh Sangat und bei allen wichtigen (persönlichen) Unternehmungen vorgetragen. Die ersten neun Zeilen stammen aus dem Sri Dasam Granth von Guru Gobind Singh. Die nachfolgenden Verse des Ardas wurden von Bhai Mani Singh, Shaheed verfasst.

Arth (Artha)

Wohlstand

Asa di Var

ist ein Bani (Gebet), das Satguru Nanak Dev in 24 Kantonen verfasste. Asa bedeutet Hoffnung und Var die Stunde. Es ist das Gebet in der Stunde der Hoffnung. Das Asa di Var wird sehr melodiös vorgetragen. In der Schlacht von Chamkaur beauftragte Guru Gobind Singh, Seine Sikhs das Asa di Var zu Amrit Vela durchzuführen.
(Mehr Infos unter Sikh Gebete)

Astpadi

Ein Gebet ist in Pauri oder Astpadi unterteilt. Sie bezeichnet man als Verse, Hymnen und Kapitel. Es handelt sich hierbei um Kompositionen im Siri Guru Granth Sahib, die aus "acht Versen" bestehen.

Ath-Sath-Ghaat

Ein Platz innerhalb des Sri Darbar Sahib, bekannt als der Ort der 68 Pilgerstätten.

Atma (Atam)

Die unsterbliche Seele (individual).
Paramatma beschreibt die omnipräsente, omnipotente kosmische All Seele des Schöpfers.

B

Baba (Ji)

Vater, Grossvater, eine Anrede für den Granthi in einem Sikh Gurudwara, für eine ältere wissende Respektpersonen, für den Lehrer, Leiter oder Führer einer spirituellen Sampardaye, Jatha, Orden. Ein Baba Ji sollte Liebe, Hingabe, Mitgefühl, Wissen, Verständnis, Tugend, Wahrheit, Rechtschaffenheit und Stärke verkörpern.

Bachitar Natak (Bachittar Natak)

"Das wundervolle Drama". Die Autobiographie von Guru Gobind Singh Ji in poetischer Form. Bachitar Natak kommt im Sri Dasam Granth an dritter Stelle auf Ang 56. Mehr Informationen unter www.srihemkuntsahib.de

Backie

Eine spezielle Axt, die im Krieg benutzt wurde. Der Umgang mit dieser Shastra wird im Gatka, in der Sikh Kampfkunst trainiert.

Bag'hnak

Tiger Kralle. Sie wird von vielen Nihang Singhs am Dastar mit anderen kleineren Waffen getragen.

Barchha

Eine Lanze, die von den Sikh Soldaten auf dem Pferd oder zu Fuß benutzt wurde.

Baisakhi (Vaisakhi)

markiert den Neujahrstag in Indien. Während der Guru Zeit fiel dieser Tag auf die letzte Woche im März. Heute fällt dieser Tag auf die zweite April Woche. Guru Amar Das, der dritte Sikh Guru, setzte diesen Tag als Nationalen Tag der Zusammenkunft für alle Sikhs von nah und fern fest. Diejenigen, die nicht im März kommen konnten, besuchten Guru Maharaj im Oktober. An Baisakhi, auch als Vaisakhi bekannt, wurde der Khalsa Panth von Akaal Purakh Waheguru 1699 auf Erden durch Guru Gobind Singh manifestiert. Baisakhi wird ebenfalls als das Erntedankfest im Punjab gefeiert.
(Siehe Vaisakhi)

Bakhshish

Barmherzigkeit, Gnade, Güte, Segen.

Bani

Wort, Heilige Hymne, Gebet (siehe Gurbani). Guru Amar Das, der dritte Sikh Guru, lehrte die Bedeutung von a. Sachi Bani: Dies sind die Heiligen Hymnen, die von Wahrheit, von direkter spiritueller Gott-Erfahrung und Offenbarungen inspiriert sind. Sie sind authentisch und wahr. Alle Hymnen im Siri Guru Granth Sahib werden als "Bani" bezeichnet. Die Hymnen der Sikh Gurus werden als Mehla I, II, III, IV, etc. klassifiziert. Die Sikh Gurus verankert im göttlichen Bewusstsein, unterschrieben die Hymnen im Heiligen Guru Granth Sahib stets mit dem Namen Nanak. Dies symbolisiert die Einheit mit Satguru Nanak Dev, der die manifeste, sichtbare Sargun Form von Akaal Purakh Waheguru auf Erden war. Die Hymnen, die von den Hindu Heiligen kommen, sind als Bhakta Bani (Bhagta Bani) bekannt. Die Hymnen, die von den Sufi Heiligen stammen, werden als Sheikh (Pir) Bani bezeichnet. Die Verse, die von den Bhatts (Barden) hinzugefügt wurden, sind als Doom Bani bekannt. Alle im Kollektiv werden als Gurbani bezeichnet. Gurbani ist das direkte Wort des formlosen Schöpfers, welches die Sikh Gurus und die Heiligen in ihrem Bewusstsein empfingen und aussprachen. Die Heiligen Bhagats und Bhatts haben an den Einen unsterblichen, allmächtigen Gott geglaubt. Sie haben auf Naam, den Namen Gottes, meditiert. Diese Bhagats haben die Einheit mit Gott realisiert und waren im Einklang mit der Lehre der Sikh Gurus. Als Zeichen ihrer eigenen Gottesfahrung und als Zeichen der universellen Brüderlichkeit wurden sie mit in den Siri Guru Granth Sahib aufgenommen. Guru Amar Das erklärt im weiteren, was b. Kachi Bani sind: Kachi bedeutet unreif, falsch, apokryph. Hier handelt es sich um Verse, die zwar einen poetischen Ausdruck haben, aber auf Imitationen, Nichtauthentizität, falschen oder hypokratischen Themen, Phantasien und auf Kulten basieren. Kachi Banis sind von Sagen, Legenden und prophetischen Voraussagen massgeblich beeinflusst. Kachi Banis haben kein Fundament, das auf der Wahrheit und Authentizität basiert. Sie bauen nicht auf einer wahren, direkten Erfahrung und Gott-Realisierung auf.

Baoli

ist ein gesegneter Wasserbrunnen zur öffentlichen Benutzung für alle Personen. Im Sikh Glauben basiert das Prinzip eines Baolis auf der Grundlage der Nicht-Diskriminierung. Jedem Menschen wird der Zugang zum Wasserbrunnen ermöglicht. Der dritte Sikh Guru, Guru Amar Das, liess den berühmten Baoli Sahib in Goindwal erbauen, um Segen zu erhalten. Baoli Sahib wurde zum ersten Sikh Pilger Zentrum für Sikhs. Guru Arjan Dev liess in Lahore einen weiteren Baoli erbauen etc.

Barahmaha

Eine Komposition über die zwölf Monate; von Guru Arjan Dev in Raag Majh im Siri Guru Granth Sahib, von Satguru Nanak Dev in Raag Tukhari im SGGS und von Guru Gobind Singh in Krishna Avtar (Sri Dasam Granth).

Benti (Benati)

Eine Bitte, ein Appell an die Sikhs in aller Welt.

Benti Chaupai (Chaupai Sahib)

Sikh Gebet von Guru Gobind Singh aus dem Sri Dasam Granth. Das Benti Chaupai ist eines der fünf Morgengebete des Nitnem.

Beeraa (Bira)

Eine Herausforderung akzeptieren, eine schwierige Aufgabe annehmen.

Beer Vidya (Bir Vidya)

Wissen über die Kunst des Krieges erlangen.

Bhagat

Heiliger. Im Siri Guru Granth Sahib gibt es insgesamt 15 Bhagats, deren Verse und Hymnen inkludiert sind. Sie waren Sufi Heilige, Hindus und Muslime. Sie stammten aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Glaubensgemeinschaften. Die Bhagats wurden als Zeichen der ewig-gültigen Botschaft und Wahrheit Gottes mit in den Siri Guru Granth Sahib aufgenommen. Diese Heiligen haben auf Naam, den Namen des Herrn, meditiert und Einheit mit dem Schöpfer realisiert.

Bhagti (Bhakti)

Hingabe, Anbetung, Meditation.
Im Sikh Glauben wird Bhagti als die spirituelle Kraft, Stärke, Liebe, Hingabe, Meditation, Gebet und Shabad Kirtan zur Lobpreisung des Einen universellen Schöpfergottes - Ik Oankar allein verstanden, beschrieben und ausgedrückt.
Im Hinduismus ist Bhakti z.B. einer von drei Hauptwegen (Marags) zur Erlösung der Seele.
1. Bhakti Marag, beschreibt die Hingabe und Verehrung für die drei Haupt Hindu Götter (Brahma, Vishnu und Shiva) sowie für die zahlreichen anderen Hindu Götter/Göttinnen, Naturgottheiten, Planeten, Ritualen, Yagyas, Singen, Tanzen und Dienen.
2. Jnana Marag ist der Weg des spirituellen Wissens und
3. Karma Marag ist als der Weg der als Handlung und Aktivität bekannt ist.
Im Sikhismus bezieht sich wahre Bhagti nur auf die Liebe zu Gott/Guru, auf den Einen ewigen, zeitlosen Schöpfer, der alles kreiert, erhält und wieder auflöst. Der Sikh ist der Schüler und Diener Gottes, von Ik Oankar. Ein Sikh (Schüler) betet, dient und folgt nur diesem Einen universellen Gott, der Vater und Mutter aller Schöpfungen und Lebewesen ist. Ein Sikh folgt nur der Gurmat Lehre der Sikh Gurus. Im Sikh Glauben ist das Prinzip von Bhagti (Hingabe, Meditation, Anbetung ) und Shakti (Macht, Kraft, Stärke, Energie, Autorität) untrennbar miteinander verbunden, manifest in der Sikh Doktrin von Miri-Piri, Degh-Tegh, Sangat-Pangat, Sant-Sipahi. Somit unterscheidet sich das Konzept der Bhagti im Sikhismus grundlegend von dem des hinduistischen Konzepts und dem des Bhakti Movements.

Bhai

Bhai wird als Anrede für Bruder benutzt. Die Terminologie wird auch für Sikhs benutzt, die spirituelles Wissen entwickelt haben, in Form von "Bhai Sahib". Die Sufi Heiligen in der Sikh Geschichte wurden als "Bhai" adressiert. Die Einführung von "Sant" (Saint) wurde erst später verwendet.

Bhai Gurdas

war ein berühmter Gursikh, Poet, Prediger und Brahmgiani. Er diente insgesamt 4 Sikh Gurus und wurde mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut. Unter der persönlichen Aufsicht und Anleitung des fünften Sikh Gurus, Guru Arjan Dev, diente er als Schreiber für den 'Adi Guru Granth' später als Siri Guru Granth Sahib bekannt. Bhai Gurdas berühmte Schriften sind Vārān und Kabitt Savaiye. Diese Schriften zählen zu den wichtigsten Dokumenten im Sikh Glauben. Sie sind der Schlüssel, um die Sikh Gurus, die Grundlage und Philosophie der Sikhi, den distinkten Gurmukh Weg zu verstehen. Als Guru Hargobind Sahib im Gwalior Fort eingesperrt wurde, war es Bhai Gurdas, der sich um die Angelegenheiten im Sri Harmandir Sahib kümmerte. Bhai Gurdas verliess die Welt an Bhadon Sudi 8, Samvat 1694 (AD 1637). Der sechste Sikh Guru, Guru Hargobind Sahib, kremierte persönlich den Körper von Bhai Gurdas in Goindwal.

Bhatts (Bards)

Neben den Heiligen Bhagats wurden auch die Hymnen von den Bhatts (Barden) mit in den Adi Guru Granth aufgenommen. Die junge Geschichtsschreibung der beauftragten SGPC Gelehrten veröffentlicht 11 Bhatts. Die Anzahl der Bhatts, die im Siri Guru Granth Sahib inkludiert sind, belaufen sich jedoch auf 17 (siehe Siri Guru Granth Sahib).

Bikrami

ist der ursprüngliche Kalender der Sikhs, der sich nach den Monddaten richtet.

Bir Asan

spezielle Sitzposition während der Amrit Sanchar Taufzeremonie in den Khalsa Panth.
Die Sitzposition von Kriegern.

Bhog

Dieser Begriff hat zwei Bedeutungen.
a. Beim Akhand Path, der 48-stündigen Dauerlesung des Siri Guru Granth Sahib. Hier bedeutet Bhog der Abschluss, die Beendigung der gesamten Lesung.
b. In Bezug auf Essen bedeutet Bhog, das Essen für Guru Maharaj darzureichen.

Bhoome

Bereich, Gelände, Kriegsfeld,

Brahmgiani

ist eine Person, die Wissen über Gott und Seine Schöpfungsmechanismen im eigenen Bewusstsein realisiert hat.

Bole Sonihal - Sat Siri Akaal

Ein lauter Sikh Ausruf des Sieges (siehe Jaikara). Der erste Teil "Bole Sonihal" bedeutet: Jeder, der dies ausspricht, möge Bliss, Glück und Freude erlangen. Der zweite Teil "Sat Siri Akaal" bedeutet: Die Existenz des zeitlosen, ewigen Schöpfers ist für immer wahr (siegreich).

Buddh/Buddhi

Intellekt, Intelligenz, Wissen.

Budha Dal (Buddha Dal)

Ein historisch bedeutender Nihang Panth. Die Khalsa Armee der Veteranen. (siehe Nihangs).

C

Chak Nanaki

Das Land von Makhowal, das von Guru Tegh Bahadur von Kehloor (bekannt als Anandpur Sahib 1665 A.D.)

Chakra Asan

Die Rad Position (Wheel position).

Chardi Kala / Chardikala

bedeutet, eine optimistische Lebenseinstellung beizubehalten, die unabhängig von negativen Einflüssen und Umständen ist. Chardi Kala beschreibt das unerschütterliche Vertrauen in die Gnade und Segen Gottes/Gurus und in die ultimative Gerechtigkeit Gottes zu haben. Was auch immer passiert, die Gerechtigkeit und die Wahrheit Gottes wird siegen. Chardi Kala lehrt: Gib niemals der Verzweifelung, noch dem Terror der Unterdrückung nach. Chardi Kala wird als der Bewusstseinszustand beschrieben, in dem man weder an Freuden noch an Leid gebunden ist. Eine Person, die in dem Zustand von Chardi Kala verweilt, verurteilt und schmeichelt niemanden. Sie bleibt in Freude, Trauer, Respekt und Nichtrespekt unberührt. Diejenigen, die in Chardi Kala wohnen, leben weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft, sondern in einem erhabenen Zustand der Gegenwart. Der Herr verweilt in ihren Herzen. Kala bedeutet ein Sechzehntel des Mondes. Wenn der Mond aufgeht, erscheint er mit dem Licht aus sechzehn Teilen und zeigt sich in seiner vollen Pracht. Das Symbol des Mondes zeigt hier, dass unter allen Wolken das Licht durchscheint und sich bis zu seiner vollen Form vollständig gegen die Wolken durchsetzen wird. Im Sikh Glauben werden alle Probleme und ein schwieriges Karma als temporär angesehen, als ein Test, eine Herausforderung, eine Wiedergutmachtung (Karmaausgleich) für das spirituelle Wachstum des Individuums auf dem Weg zu Gott.
Guru Tegh Bahadur, der neunte Satguru, lehrt im Ewigen Shabad Guru auf Ang 633:
ਜੋ ਨਰੁ ਦੁਖ ਮੈ ਦੁਖੁ ਨਹੀ ਮਾਨੈ ॥
ਸੁਖ ਸਨੇਹੁ ਅਰੁ ਭੈ ਨਹੀ ਜਾ ਕੈ ਕੰਚਨ ਮਾਟੀ ਮਾਨੈ ॥੧॥ ਰਹਾਉ ॥
ਨਹ ਨਿੰਦਿਆ ਨਹ ਉਸਤਤਿ ਜਾ ਕੈ ਲੋਭੁ ਮੋਹੁ ਅਭਿਮਾਨਾ ॥
ਹਰਖ ਸੋਗ ਤੇ ਰਹੈ ਨਿਆਰਉ ਨਾਹਿ ਮਾਨ ਅਪਮਾਨਾ ॥੧॥
ਆਸਾ ਮਨਸਾ ਸਗਲ ਤਿਆਗੈ ਜਗ ਤੇ ਰਹੈ ਨਿਰਾਸਾ ॥
ਕਾਮੁ ਕ੍ਰੋਧੁ ਜਿਹ ਪਰਸੈ ਨਾਹਨਿ ਤਿਹ ਘਟਿ ਬ੍ਰਹਮੁ ਨਿਵਾਸਾ ॥੨॥
ਗੁਰ ਕਿਰਪਾ ਜਿਹ ਨਰ ਕਉ ਕੀਨੀ ਤਿਹ ਇਹ ਜੁਗਤਿ ਪਛਾਨੀ ॥
ਨਾਨਕ ਲੀਨ ਭਇਓ ਗੋਬਿੰਦ ਸਿਉ ਜਿਉ ਪਾਨੀ ਸੰਗਿ ਪਾਨੀ ॥੩॥੧੧॥

Chaur Sahib

ist ein zeremonieller Fächer/Wedel, das Symbol von Souveränität. Im Sikh Glauben wird der Chaur Sahib aus Respekt über den Siri Guru Granth Sahib geschwungen. Der Chaur Sahib wurde in früheren Zeiten über den Kopf des Königs oder Kaisers als Zeichen von Resepkt, Royalität und Souveränität verwendet. Der Siri Guru Granth Sahib ist der Ewig-lebende Guru der Sikhs, der König der Könige, der das ewig-wahre, transzendentale allmächtige Wort Gottes, die Gurbani, verkörpert und offenbart.

Charan Amrit

beschreibt die Sikh Taufe in der Zeitspanne von Satguru Nanak Dev bis zu Guru Tegh Bahadur, dem neunten Sikh Guru. Die Lotusfüsse des Gurus wurden mit Wasser gewaschen, Sie berührten das Wasser mit Ihren Füssen, währenddessen wurde "Gurbani" rezitiert. Dieses Wasser wurde anschliessend vom Aspiraten getrunken. Damit wurde er/sie als Sikh eingesegnet und in das Haus des Gurus aufgenommen. Der Sikh des Gurus wurde mit Bani, Waheguru Naam und dem Mool Mantar gesegnet. Die Charan Amrit Zeremonie wurde von der Amrit Sanchar Taufe, die der zehnte Sikh Guru, Guru Gobind Singh, an Vaisakhi 1699 etablierte, abgelöst.

Charan Kamal

Die Lotusfüße des Gurus.

Char Khani

Die vier Lebensquellen der Schöpfung:

  • 1. Andaj, Leben geboren aus dem Ei.
  • 2. Jeraj, Leben geboren aus dem Mutterleib, Placenta, Geburtskanal.
  • 3. Setaj, Leben geboren aus (körperlichen) Absonderungen wie Schweiss, Hitze (Mikroben, Bakterien.)
  • 4. Utbhuj, Leben geboren von der Erde, Vegetation, Pflanzen etc.

Chaupade

Verse im Siri Guru Granth Sahib, die aus vier Zeilen bestehen.

Chaurasi Lakh Joon:

Im Siri Guru Granth hat diese Terminologie eine metaphorische Bedeutung. Der Begriff wird benutzt, um die 8,4 Mio. verschiedenen Existenzformen und ihre Stadien zu beschreiben. Im Siri Guru Granth Sahib wird der Prozess der Reinkarnation, die die Seele auf ihrem Evolutionsweg durchläuft, um die wertvolle menschliche Geburt zu erlangen, erläutert.

Chhant

Lyrische Komposition, bestehend aus "vier bis sechs Zeilen".

Chanpada

Eine poetische Kompositiion, die vier Zeilen hat.

Charan Pahul

Die Sikh Taufe, die im Zeitraum von Satguru Nanak Dev bis Guru Tegh Bahadur stattfand. Das Taufwasser wurde in eine Schale gefüllt, während dessen wurde Gurbani rezitiert. Die Sikh Gurus haben das Wasser mit ihren Lotusfüßen berührt. Der Aspirant hat dieses Wasser getrunken und wurde somit in das Haus des Gurus als Sikh aufgenommen.

Chela

Ein Schüler (Anhänger) des Gurus.

Chooknaa

Aufnehmen oder zurückholen (Gatka).

Chola

Die Kleidung der Gurus. Gilt auch für die Verkleidung der Nishan Sahib Flagge vor jedem Sikh Gurudwara.

Choti Dastar

ist ein kleiner Turban, der unterhalb des Haupt-Dastar (Turban) getragen wird. Er wird auch als "Keski" bezeichnet.

D

Dal

Eine organisierte Sikh Gruppe, Sikh Armee, wie der Nihang Dal etc.

Dal Khalsa

Im Jahr 1733 wird Nawab Kapur Singh Führer der Sikh Armee, akzeptiert von den Panj Pyare und der Sarbat Khalsa. Er legte die zwei Gruppen des Tarna Dals und des Budha Dals zusammen, die als die Dal Khalsa bekannt wurden. Die Dal Khalsa wurde in die berühmten Sikh Regiment 'Misls' aufteilt. 1748 übergibt Nawab Kapur Singh die Führung der Dal Khalsa an Jassa Singh Ahluwalia ab.

Damdama

ist der Ort, an dem sich Guru Gobind Singh nach der Schlacht von Muktsar aufhielt. Damdama Sahib bedeutet ein "Halteort" oder ein "Ort des Atems/Ruhens."

Damdami Taksal

Sikh Institution. Damdami Taksal ist der höchste Sitz des Lernens, auch als Guru ki Kanshi - die Schule des Lernens, bekannt. Die Gründung dieses Lehrinstituts geht auf den zehnten Sikh Guru, Guru Gobind Singh, zurück, der Baba Deep Singh damit beauftragte, den Sikhs die korrekte Aussprache und Bedeutung von Gurbani zu lehren (Santhiya). Baba Deep Singh war der erste Jathedar (Führer) von Damdami Taksal. Das Hauptquartier befindet sich in der Ortschaft Metha.

Daan Vir

Eine Person, die spendet. Wohltätigkeit.

Darbar Sahib

bezieht sich auf die Gebetshaupthalle innerhalb eines Sikh Gurudwaras sowie auf das zentrale und berühmte Heiligtum der Sikhs, den Sri Harmandir Sahib in Amritsar, der auch als "Darbar Sahib" bekannt ist. Übersetzt heisst Darbar Sahib, der göttliche Hof des Herrn. Die Wohnstätte Gottes. Der Darbar Sahib auf Erden in Sri Amritsar ist der heilige Ort, an dem der Ewige Shabad Guru, in einer prominenten und zentralen Position auf einem Thron tagsüber bis zum Abendgebet platziert wird. Über dem Thron des Heiligen Guru Granth Sahib ist stets eine königliche Überdachung installiert.

Darshan

Segen. Die gesegnete Vision des Gurus.

Dasam Granth

Der Sri Dasam Granth ist eine Anthologie von Sikh Hymnen, die der zehnte Sikh Guru, Guru Gobind Singh, verfasste. Die Banis (Gebete) Jaap Sahib, Tav Prasad Savaiye und das Chaupai Sahib (Benti Chaupai), die zu den täglichen fünf Morgengebeten von den getauften Sikhs rezitiert werden, stammen aus dem Sri Dasam Granth. Der Sri Dasam Granth beinhaltet u.a. das Chandi di Var, welches die Nihang Singhs täglich rezitieren. Die ersten neun Zeilen des Ardas sind aus dem Sri Dasam Granth. Hervorzuheben ist die Autobiographie von Guru Gobind Singh, Bachitar Natak, die Beschreibung von historischen und spirituellen Führern, das Khalsa Mahima, Akal Ustat, Gian Prabodh, die Erklärung und die Namen von Waffen (Shastra Mala), das berühmte Siegesschreiben Zafarnāma uvm. Der Sri Dasam Granth beinhaltet sowohl spirituell-religiöses, wie die Banis von Guru Gobind Singh, als auch poetisch-philosophische, historische und sozio-kulturelle Zeugnisse.

Dastar

In Gurmukhi wird die Kopfbedeckung "Dastar" (Turban) genannt und ist auf dem Begriff: Dast-e-Yar zurückzuführen: Die schützende Hand Gottes stets auf dem Kopf zu haben. Der Dastar steht für Ehre, Nobilität, Souveränität, Mut, Selbstrespekt, Spiritualität und Frömmigkeit. Der Dastar erinnert an alle Sikh Gurus, insbesondere an den zehnten Sikh Guru, Guru Gobind Singh, der den Sikhs damit ihre Einzigartigkeit und Dignität in ihrem äusseren Erscheinungsbild verliehen hat. Der Dastar (Turban) wird getragen, um das Dasam Duar, das zehnte Tor, ein spirituelles Energiezentrum an der Kopfoberseite, als auch das lange ungeschnittene Haar, zu schützen. Der Dastar gehört nicht zu den fünf Glaubensartikeln, er ist jedoch ein unverzichtbarer Teil der Sikh Identität.
Die 5 K's sind: Kes - das ungeschnittenes Haar, dies beinhaltet das gesamte Körperhaar
Kangha - ein Holzkamm
Kara - ein Armreif aus Eisen
Kachera - eine spezielle Shorts
Kirpan - ein kleiner Dolch
Guru Gobind Singh gab die Anweisung, dass alle getauften männlichen Sikhs einen Dastar tragen müssen. Weiblich getaufte Sikhs tragen optional einen Dastar, bedecken aber ebenfalls, wie die getauften Sikh Männer, ihren Kopf mit einem Dastar, Tuch oder Chunni.

Daswandh

Tithe. Jeder Sikh sollte ein Zehntel seines Einkommens für den Erhalt der Sikh Gemeinde und der Sikh Gurudwaras spenden und spirituell, sozial-gesellschaftliche, bildungsorientierte Projekte unterstützen.

Daya

Mitgefühl.

Daya Vir

Eine Person, die mitfühlend, gnädig, barmherzig ist, voller Freundlichkeit und Sympathie.

Deg/Degh

Kochtopf aus dem für alle Lebewesen die Nahrung von Gott kommt.

Deg Teg (Degh Tegh)

Die zweifache Verantwortung des Sikh Panth das freie Essen anzubieten und die in Not geratenen und Unterdrückten zu beschützen.

Dera

wird als ein temporärer oder dauerhafter Aufenthaltsort einer spirituell-religiösen Sikh Gruppe oder eines Sants (Heiligen) verwendet.

Dhadi (Dhaddi)

Traditionelle Balladen Sänger/in, die das Instrument "Dhadh", eine Handtrommel, als Begleitung für ihren Gesang und Vortrag benutzen. Im Siri Guru Granth Sahib wird die Bezeichnung in ihrer Bedeutung erwähnt, den Ewigen Schöpferherrn zu besingen. In der Sikh Tradition haben die Dhadis zur Zeit von Guru Hargobind Sahib (1596-1638*) ihren Höhepunkt an Popularität gewonnen. Der sechste Nanak engagierte prominente Dhadis, wie Abdullah und Natha, die heroische Balladen bei Sikh Festivitäten und Zusammenkünften vortrugen (*Daten - Damdami Taksal).

Dharam (Dharma)

Die Begrifflichkeit des Dharam im Sikh Glauben beschreibt: Rechtschaffenheit, Wahrhaftigkeit, spiritueller Glaube, Gerechtigkeit, das moral-ethische, spirituelle Gesetz. Die soziale und ethische Verpflichtung im persönlichen als auch im gesellschaftlichen Bereich. Doktrin und spirituelle Praxis, die zur Befreiung der Seele führt.

Dharam Khand

beschreibt eines der fünf Reiche (Ebenen). Im Sri Japji Sahib von Satguru Nanak Dev werden alle fünf Reiche, die 'Panj Khand' aufgeführt. Dharam Khand wird als das Reich für rechtschaffene Handlungen beschrieben.

Dharamraj

ist Gottes Diener, der über das Schicksal des Einzelnen für die nächste Welt entscheidet. Dies geschieht auf der Grundlage, welche Handlungen eine Person in ihrem Leben vollzogen hat. Im Sri Japji Sahib von Satguru Nanak Dev wird Dharamraj als der Diener/Richter Gottes bezeichnet. Chitra und Gupta werden als die Instanzen erwähnt, die all' diese Handlungen im Unterbewusstsein aufzeichnen. Jede Tat, ob positiv oder negativ, bleiben bei der Seele und werden dort gespeichert. Wenn die Seele ein neues Körperkleid annimmt, beginnt das Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) zu wirken. Das Karma übernimmt ein regulierendes, ausgleichendes Prinzip im Evolutionsprozess der Seele. Die Sikh Gurus betonen stets, soviel wie möglich Gutes zu tun und ein wahrheitsgemäßes, rechtschaffenes auf Gott ausgerichtetes Leben zu führen. Dies verhindert die Akkumilierung von neuem negativem Karma. Jeder Gedanke, jede Tat und jede Handlung haben eine Auswirkung auf das eigene Selbst und auf die Umwelt. Diese karmischen Auswirkungen werden in sicht- und fühlbaren Resultaten im Leben wahrgenommen.

Dharamsal

ist der Ort, der von der höchsten Wahrheit und Rechtschaffenheit bewohnt wird. Wo immer Satguru Nanak Dev erschien, entstand ein Dharamsal.

Dharam Yudh Morcha

Dharam Yudh bedeutet ursprünglich der Kampf für die Rechtschaffenheit. Dharamyudh Morcha ist eine friedvolle Bewegung gewesen, die sich für soziale, ökonomische, politische und religiöse Gleichberechtigung einsetzte. Diese friedvollen Proteste sind in der über 500-jährigen Geschichte der Sikhs immer wieder zahlreich praktiziert worden. In Bezug auf Krieg ist es der Krieg um die Verteidigung der Rechtschaffenheit.

Dhur Ki Bani

Das göttliche Wort des Gurus, das direkt von Gott kommt.

Diwan

ist die Zusammenkunft für das gemeinsame Beten, Meditieren und Singen zur Lobpreisung Gottes, als auch für spirituelle Diskurse. In grossen historischen Gebetsstätten, wo Diwan abgehalten wird, wird dies als Diwan Hall bezeichnet.

E
F

Fateh

Sieg. In der Begrüssung Waheguru ji ka Khalsa - Waheguru ji ki Fateh, wird ausgedrückt, dass der Sieg Waheguru, Gott, gehört.

Fakir

ist ein muslimischer Mann Gottes.
Ursprüngliche Bedeutung: Jemand der ohne weltliche Anhaftung ist.

Feringha

Eine große Kriegskanone.

Flail

Eine Waffe, die im Gatka benutzt wird. 1 bis 2 Eisenbälle befinden sich an einer Metallschnur.

G

Gadar

Verräter, nicht loyal, hinterhältig, rücksichtlos. Ein Verräter und Gegner des Guru Hauses.

Gaddi

Der Sitz oder Thron der Guruschaft (siehe Gurgaddi).

Gaddi Rah

In der Sikh Theologie wird diese Begrifflichkeit benutzt, um den Sikh Weg, den die Sikh Gurus lehrten und vorlebten, zu beschreiben. Ursprüngliche Bedeutung, ein Weg, der von Wagenrädern markiert wurde.

Gadha

Auch als Madhgar bekannt. Holzknüppel, die paarweise zum Herumwirbeln um die obere Körperregion verwendet werden, indem kreisförmige Bewegungen der Arme und der Schulter für Gleichgewicht, Koordination und Kraft eingesetzt werden.

Gatka

Die Sikh Kampfkunst. Das Praktizieren von Körper- und Kampftechniken mit verschiedenen Shastras (Waffen). Nihang Singhs sind in der Waffenkunst als auch in der Reitkunst ausgebildet.

Garz - Gurj

Garz: Viele kleine scharfkantige fixierte Streitkolben (fighting mace).
Gurj: Streitkolben aus einem kugelförmigen Kopf aus Stahl auf einem runden oder achteckigen Stahlschaft (wie er von Guru Hargobind Sahih Ji benutzt wurde).

Gatra

Haltegurt für den Kirpan (Dolch). Der Kirpan ist eines der fünf Glaubenssymbole, die getaufte Sikhs (Amritdharis) tragen. Der Gatra wird diagonal über die rechte Schulter platziert, sodass er linksseitig am Körper getragen wird.

Gian, Giani (Gyan)

Wissen, Weisheit. Ein Giani ist ein Gelehrter, eine weise und wissende Person.

Granth

ursprüngliche Bedeutung Buch.

Granthi

Vorleser und Hüter des Siri Guru Granth Sahib in den Gurudwaras. Der Granthi ist für den täglichen Ablauf in einem Sikh Gurudwara verantwortlich. Der Granthi führt die tägliche Rezitation der Sikh Gebete durch und leitet den sonntäglichen Gottesdienst, in dem die Saadh Sangat, die Heilige Versammlung zusammenkommt. Der Granthi erklärt u.a. das Hukamnama, historisches zu den Sikh Feiertagen und gibt spirituelle und historische Diskurse für die Sikh Gemeinde. Im Idealfall unterrichtet der Granthi und ehrenamtliche Sikhs die Kinder und Jugendlichen in Gurmukhi, in Shabad Kirtan und Sikh Geschichte. Oft wird der Granthi im Westen mit einem Priester gleichgesetzt. Im Sikh Glauben gibt es kein offizielles Priesteramt. Jeder getaufte Sikh, der Gurmukhi lesen und die Sikh Gebete vortragen kann, hat die Möglichkeit, den Gottesdienst aktiv mitzugestalten. Baba Budha Ji war der erste Haupt-Granthi im Sri Harmandir Sahib, er sollte als Vorbild für alle Granthis gelten.

Gurbani

das direkte Wort des formlosen Schöpfers, das die Sikh Gurus und Bhagats in Ihrem göttlich verankerten Bewusstsein direkt von Gott empfangen haben, manifest im Heiligen Guru Granth Sahib.

Gurudwara (Gurdwara)

Der Toreingang zu Guru/Gott. Der Gurudwara ist die Gebetsstätte der Sikhs, wo der Ewig-lebende Guru, der Siri Guru Granth Sahib, die höchste spirituelle Autorität im Sikh Glauben, installiert ist. Vor jedem Gurudwara befindet sich die berühmte Nishan Flagge der Sikhs. Besucher jeder Herkunft und Glaubensrichtung sind in einem Sikh Gurudwara jederzeit Herzlich Willkommen, um am Gottesdienst oder dem Guru Ka Langar, dem freien vegetarischen Gemeinschaftsessen, teilzunehmen. Bei einem Gurudwara Besuch ist zu beachten, dass keine Intoxikationen mit sich geführt werden. Bevor die Haupthalle, der Darbar Sahib, betreten wird, hat der Besucher am Eingang die Schuhe auszuziehen. Die Hände (optional die Füße) zu waschen. Während des Besuchs ist der Kopf mit einem Tuch oder Dastar die ganze Zeit zu bedecken. Gurudwaras im Westen werden von Vorständen (Komitees) gebildet und als ein Verein geleitet. Laut Sri Akaal Takht Sahib, dem höchsten temporalen Sitz der Sikh Autorität, sollte das Komitee aus 5 getauften Sikhs, Amritdharis bestehen. Die Gurudwaras im Westen unterliegen der eigenen kommunalen Verwaltung. Jedoch hat sich jeder Sikh Gurudwara an das Sikh Rehat Maryada für die Gurudwaras und an die Gurmat Lehre der Sikh Gurus zu halten. Sri Akaal Takht Sahib, der höchste Sitz der temporalen Sikh Autorität, kann bei Verstössen intervenieren, den Gurudwara schliessen und Personen exkommunizieren.

Gurgaddi (Gurgadi)

Thron der Guruschaft. Jeder der zehn Sikh Gurus hatte den Thron des Gurus inne. Die Guruschaft wurde von Sikh Guru auf Sikh Guru übertragen. 1708 überträgt Guru Gobind Singh die Guruschaft auf den Siri Guru Granth Sahib in Nanded (Maharashtra). Seither stellt der Ewige Shabad Guru den höchsten spirituellen und religiösen Führer im Sikh Glauben dar.

Gur Mantar (Gurmantra)

Satguru Nanak Dev empfing das Gur Mantar "Waheguru" in Sach Khand, der Ebene der höchsten Wahrhaftigkeit, dem Ewigen Reich Gottes. Akaal Purakh Waheguru segnete Satguru Nanak Dev mit Waheguru Naam. Das Gur Mantar ist "Waheguru". Waheguru wird ebenfalls als der Eine Name Gottes, als das Eine Mantra Gottes in den Sikh Schriften und Gebeten beschrieben. Satguru Nanak Dev segnete die Menschheit mit dem Gur Mantar Waheguru - mit NAAM. Wo immer der Satguru erschien, lehrte Er, sich stets an Gott zu erinnern, sich mit dem Waheguru Naam zu verbinden. Auf die göttliche Substanz, auf die Realität Gottes zu meditieren, bildet eine der Hauptgrundlagen im Sikh Glauben (Naam Japo/ Naam Simran). In der originalen Amrit Taufe von 1699 werden die getauften Sikhs von den Panj Pyare, mit dem "Gur Mantar Waheguru" gesegnet. Die getauften Sikhs meditieren täglich mit dem Gur Mantar Waheguru.

Gurmat

Das Wissen, Weisheit und die Lehre des Gurus. Gurmat beschreibt die Doktrin der Sikh Lehre, Philosophie und die Grundlagen des Sikh Glaubens. Die Gurmat Lehre basiert auf Gottes/Gurus Wort, den Erfahrungen und Anweisungen der Sikh Gurus. Die Sikh Gurus offenbaren die ewige zeitlose Wahrheit Gottes, sowie die Mechanismen und Methoden zur Vereinigung mit der kosmischen All Seele. Die Gurmat Lehre bildet die fundamentale Basis der Sikh Religion.

Gurmata (Gurmatta)

Die Absicht, Entschlossenheit oder der Wille des Gurus, ausgedrückt in einer formellen Entscheidung, die von einer repräsentativen Versammlung von getauften Sikhs getroffen wird. Gurmata ist die kollektive Entscheidung (Sarbat Khalsa) des Khalsa Panth in der Gegenwart des "Siri Guru Granth Sahib".
Gurmata setzt sich aus Gur(u) = Guru Granth Sahib, dem Ewig-lebenden Guru der Sikhs und Mata = Entschlossenheit, Resolution, zusammen.
Die Konvention der Gurmata wurde besonders im 18. Jahrhundert populär, um die Einigkeit des Khalsa Panth in den verschiedenen Angelegenheiten zu bestimmen. Die Sikhs versammelten sich an Vaisakhi und an wichtigen Sikh Feiertagen vor dem Sri Akaal Takht in Amritsar. Bei diesen Versammlungen fällte die Sikh Nation in der Gegenwart des "Siri Guru Granth Sahib" alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam in Form einer Direktdemokratie. 1805 hat Maharaja Ranjit Singh die Konvention der Sarbat Khalsa, kollektive Entscheidungen zu fällen, eingestellt. Gurmata wurde jedoch danach wieder vom Sikh Panth eingeführt. Gurmata kann nur durch eine ordnungsgemäß konstituierte Versammlung verschiedener Organisationen des Sikh Panth geschehen, bekannt als Sarbat Khalsa.

Gurmukh

bedeutet ursprünglich mit dem "Gesicht zum Guru" gerichtet. Gurmukh (w/m) ist eine Person, die ihr Leben nach der Gurmat Lehre der Sikh Gurus ausrichtet und nur dem Einen ewigen Wahren Guru, Gott folgt, dient und anbetet. Die Handlungen und Aktivitäten eines Gurmukhs sind von der Gurmat Lehre der Sikh Gurus gekennzeichnet. Das Bewusstsein eines Gurmukhs ist stets auf Guru/Gott gerichtet. Wahrhaftig und rechtschaffen zu sein, ist ein Anspruch, den der Gurmukh an sich selbst stellt. Ein Gurmukh inspiriert die Umgebung die positiven Werte zu beleben, auf Gottes Namen zu meditieren, sich mit Gurbani und der Saadh Sangat zu verbinden. Das Wichtigste für einen Gurmukh in seinem Leben ist Guru/Gott. Durch die Liebe, Hingabe und Gnade, die Guru dem Gurmukh schenkt, verbindet sich der Gurmukh stets mit Naam, der göttlichen Existenz und Realität. Bemüht und strebend sich zu transformieren, lebt der Gurmukh im Vertrauen und in der Liebe zu Guru/Gott (siehe Sachiara).

Gurmukhi

ist das Alphabet und die Schreibschrift, die von Satguru Nanak Dev entwickelt wurde. In der Komposition Raag Asa, Mehla 1 in Patti Likhi einer Bani Komposition im Siri Guru Granth Sahib, werden alle Buchstaben des Gurmukhi Alphabets unter Satguru Nanak Dev aufgeführt (SGGS, Ang 432- Ang 435), zusammengestellt von Guru Arjan Dev.
Guru Angad Dev, der zweite Sikh Guru, hat Gurmukhi erlernt und das Gurmukhi Alphabet der Sikh Bevölkerung erfolgreich vermittelt.

Gurpurab

sind wichtige Feiertage im Sikh Glauben, die sich auf das Erscheinen (Geburt) der Sikh Gurus und/oder das Martyrium beziehen.

Gurshabad

Das göttliche Wort des Gurus, die Heiligen Hymnen.
Der Gurshabad ist der Siri Guru Granth Sahib.

Gursikh

Sikh des Gurus. Die Terminologie des Gursikhs beinhaltet sowohl den weiblichen als auch männlichen Sikh. Ein Gursikh lebt nach der Gurmat Lehre und folgt nur dem Einen omnipotenten, omnipräsenten Gott IK OANKAR. Das Bewusstsein eines Gursikhs ist mit Guru/Gott verbunden. Die Taten und Handlungen eines Gursikhs sollten in Harmonie mit der Lehre der Sikh Gurus stehen. Gursikhs schneiden niemals ihre Haare und Bärte. Sie verzichten auf alle Intoxikationen. Ein Gursikh verneigt sich nur vor dem Heiligen Siri Guru Granth Sahib, der das göttliche Wort und das ewige Licht von Gottes/Gurus Wissen, Jaggdi Jot darstellt. Gursikhs sind getauft und halten das Rehat Maryada, den Verhaltenskodex ein. Sie beschützen und bewahren die Gurmat Lehre.

Gutka

Gutka Sahib ist ein kleineres Gebetsbuch, dass die täglichen Sikh Gebete, die Nitnem Banis, beinhaltet.

Guru

Gu bedeutet Dunkelheit, Unwissenheit, Ignoranz.
Ru bedeutet Licht. Guru ist der spirituelle Erleuchter, der die Seele aus der Dunkelheit, Unwissenheit und Ignoranz befreit und das Bewusstsein mit dem göttlichen Licht von Wahrheit, Wissen und Erkenntnis (Selbst-Erkenntnis) segnet. Die Begriffe Guru und Gott werden im Sikh Glauben synonym verwendet. Die Sikh Gurus waren eins mit Akaal Purakh Waheguru. Die Begrifflichkeit des Gurus hat weitere Konnotationen, wie "spiritueller Lehrer, Führer und Mentor". Guru Nanak Dev wird als Satguru bezeichnet, die manifeste Sargun Form von Akaal Purakh Waheguru, Gott, auf Erden. Der Satguru ist der Ausdruck der höchsten Wahrhaftigkeit auf Erden.

Gurudev

der göttliche Guru, der spirituelle Vater, Meister und Lehrer.

Guru Ka Langar

ist das freie gemeinschaftliche Essen, die Freiküche der Sikhs. Sie wurde von Satguru Nanak Dev institutionalisiert. Das Guru Ka Langar ist offen und frei für jeden Besucher. Das Essen in einem Sikh Gurudwara ist rein vegetarisch. Die grösste Freiküche der Welt befindet sich im Sri Harmandir Sahib Komplex in Amritsar. Dort werden täglich 50.000 bis 100.000 Besucher mit Essen versorgt.
In der Persischen Tradition gab es das "Langar-Khana", das den Armen freies Essen und Unterkunft gewährte. Die "Sufi Khanqas" hatten ebenfalls eine Gemeinschaftsküche, die offen für alle war. Satguru Nanak Dev machte das Langar zu einer permanenten freien Einrichtung. Von der Zeit des ersten Sikh Gurus ist das Guru Ka Langar ein fester Bestandteil in der Sikh Religion. Das Guru Ka Langar transzendiert die weltlichen Unterschiede an der Oberfläche und verbindet die Seelen miteinander. Es erinnert uns daran, dass wir alle Menschen sind, die aus einer Quelle, von Gott stammen. Wir sollten uns respektvoll, hilfsbereit und friedvoll begegnen und verhalten.

H

Haath

Die Hände einer Person (Gatka).

Haath Chukna

Mit den Händen kämpfen (Gatka).

Halla Karan

Angriff, Angreifen.

Har

Die Bezeichnung von Gott.

Harmandir Sahib

bedeutet ursprünglich die Wohnstätte Gottes. Der Sri Harmandir Sahib, der Goldene Tempel befindet sich in Amritsar im Bundesstaat Punjab, im Nordwesten Indiens.

Harvaaunaa

Eine Niederlage herbeiführen.

Hatnaa

Zurückgehen, Unentschieden, nachgeben.

Har

Die Bezeichnung für Gott.

Haumai (Homai)

Ego, Ich-Bewusstsein, Ich-Bezogenheit, Stolz.

Hazare Shabad

Der gemeinsame Name für 7 Shabads aus dem Siri Guru Granth Sahib und 10 Shabads aus dem Sri Dasam Granth.

Hazur (Hazooree)

Gegenwart des Gurus.

Hazur Sahib (Hazoor)

Sri Hazur Sahib ist einer der fünf höchsten Takhts (Sitze) im Sikh Glauben.

Hukamnama

Ein Hukamnama verweist auf eine Heilige Hymne im Siri Guru Granth Sahib und wird täglich für den betreffenden Tag ausgewählt. Das Hukamnama, auch als Mukhwak bekannt, ist eine Aufforderung und Anweisung an die Sikhs, dem Wort Gottes aus dem Ewigen Shabad Guru für den betreffenden Tag zu folgen und darüber zu kontemplieren. Das Wort Hukamnama ist eine Zusammensetzung aus zwei Wörtern. Hukam bedeutet Wille, Auftrag, Anweisung und Nama bedeutet Aussage. Das tägliche Hukamnama aus dem Sri Harmandir Sahib in Amritsar wird täglich von den Sikhs weltweit gelesen und gehört. Jeder Gurudwara nimmt täglich zu Amrit Vela ein Hukamnama aus dem Siri Guru Granth Sahib. Dieses Hukamnama wird auf eine Tafel für die Sikh Gemeinde geschrieben. Die Bedeutung von dem Hukamnama wird zusätzlich darunter erklärt.

Hola Mahalla (Hola Mohalla)

Guru Gobind Singh hat dieses Fest in Sri Anandpur etabliert. Es ist ein dreitägiges Fest, das im Frühjahr jedes Jahr ausgestattet wird. Während Hola Mahalla wird Gatka, die Sikh Kampfkunst, Reitkünste, traditionelle Musikveranstaltungen und Wettbewerbe vorgeführt.

I

Ik Oankar

Ik bedeutet Eins und Oankar der Schöpfer, der kreiert, erhält und auflöst. Ik Oankar = Ein Gott.

Insaan

Mensch, Menschheit, tugendhafte Person.

Ishnaan (Ishnan)

bedeutet ein Bad nehmen, sich waschen, reinigen auf physischer Ebene. Die Gurbani, das Wort Gottes, Waheguru Naam und die Sikh Gebete sind das Ishnaan, um den Geist zu reinigen und ihn zu transformieren.

J

Jalous

Eine Prozession im Freien, die angeführt wird vom Siri Guru Granth Sahib mit fünf Khalsa.

Jamdhar

Breitdolch.

Janam Sakhi

Ein bibliographischer Bericht. Historische und metaphysische Erzählungen über das Leben von Satguru Nanak Dev und den Sikh Gurus.

Jaikara

Jaikara wurde als ein Kriegsruf benutzt. Es ist der laute Ausruf des Sieges. Bole Sonihal - Sat Siri Akaal ist ein Jaikara. Dieser wird im Gurudwara und bei allen Sikh Festen und Feierlichkeiten eingesetzt (Siehe Bole Sonihal).

Jap

chanten, rezitieren von Gottes Namen.

Japji Sahib

ist das erste Gebet im Siri Guru Granth Sahib von Satguru Nanak Dev. Es wird rezitiert, um Wissen über Gott und Seine Schöpfungsmechanismen zu erlangen. Das Sri Japji Sahib gehört zu den fünf Morgengebeten eines Sikhs.

Jaap Sahib

ist das zweite Gebet von den fünf Morgengebeten. Es wurde vom zehnten Sikh Guru, Guru Gobind Singh, verfasst und stammt aus dem Sri Dasam Granth, der Schrift des zehnten Sikh Gurus.

Jathedar

Führer und Leiter von einem Takht (Sitz von Autorität), wie z.B. dem Sri Akaal Takht. Die Nihang Panths haben ihre Jathedars (Leiter/Führer), sowie die verschiedenen Sikh Jathas und Sikh Gruppen.

Jhatka

Mit einem einzigen Schwerthieb siegreich sein (Gatka).

Ji

Ji wird benutzt, um Respekt und Ehrerbietung auszudrücken. Ji wird auch als eine liebevolle Anrede benutzt.

Jit

Sieg.

Jiwan Mukti (Jivan Mukti)

Ein zu Lebezeiten Befreiter. Der Sikh Glaube lehrt, das sich das Individuum bereits zu Lebzeiten aus der Maya, dem temporären Bereich der Existenz, den fünf Dieben und aus dem Rad der Reinkarnation, durch die Gnade des wahren Gurus, Gott befreien kann.

Joothe

unrein (Geist).

Jot

Licht.

Joti Jot

Joti Jot erinnert jeweils an den Tag, an dem die Sikh Gurus Ihr Körperkleid auf Erden ablegten und in Sach Khand, in das Reich der höchsten Wahrhaftigkeit, in die Wohnstätte Gottes, eingingen. Das Licht des Gurus verschmelzt mit dem ewigen Licht Gottes - Joti Jot.

K

Kachera (Kacchera, Kachha)

Jeder getaufte Sikh trägt die fünf Kakār (5 K's), die fünf Glaubensartikel des Sikh Glaubens. Die Kachera ist eine fast knielange Short (Unterhose), die von getauften Sikh Frauen und Sikh Männern getragen wird. Sie symbolisiert Treue in der Ehe, Kontrolle der Lust (Kaam) und steht für Selbstrespekt. Die Kachera hatte in früheren Zeiten einen sehr praktischen Nutzen, da sie unter der traditionellen Sikh Kleidung, Bana, Bewegungsfreiheit auf dem Kriegsfeld garantierte.

Kakār (Kakaar)

sind die fünf Glaubensartikel der Sikh Religion. Jeder getaufte Sikh trägt die 5 Kakār.

  • Kes - Das ungeschnittene Haar, bezieht sich auf das gesamte Haar am Körper.
  • Kangha - ein Holzkamm, der im Haar getragen wird.
  • Kara - ein Armreifen aus Eisen, der am Handgelenk getragen wird.
  • Kirpan - ein kleiner Dolch, der in einem Gatra diagonal über die Schulter getragen wird.
  • Kachera - eine spezielle Shorts.

Kal (Kaal)

Der Schöpferherr des Kosmos. Der zeitlose Eine. Der Tod.

Kaman

Der Bogenschütze, Bogen.

Kamarkasa

Hüftband um die Bana.

Kar Seva (Kar Sewa)

Kar = Arbeit, Seva = selbstloser Dienst.
Der Begriff Kar Seva (Kar Sewa) wird für den Bau von historischen Sikh Schreinen und Gurudwaras verwendet. Die Renovierung davon wird durch freiwillige Helfer (Sevadars) und nicht durch die bezahlte Arbeiter durchgeführt. Die Terminologie Kar Seva wird auch benutzt, um alle 50 Jahre den Heiligen Amrit Sarovar vor dem Sri Harmandir Sahib zu reinigen.
Im Jahr 1762 zerstört der afghanische König Abdali Ahmad Shah den Sri Harmandir Sahib und lässt den Heiligen Sarovar (Amrit See) mit Müll und Tierkadaver füllen. Der Sarovar musste danach wieder gereinigt werden. Im Jahr 1767 bauen die Udasi Heiligen, Nirvan Pritam Das und Mahant Santokh einen 35 Meilen langen Wasserkanal, um den Heiligen Amrit Sarovar des Sri Harmandir Sahib mit dem Wasser des Flusses Ravi zu füllen. Im Jahr 1923 findet die erste Kar Seva im 20. Jahrhundert statt, um den Heiligen Amrit See zu reinigen. 1973 erfolgte die nächste Kar Seva. Aufgrund der Beschädigung des Heiligen Sarovars während 'Operation Blue Star 1984' wurde die Kar Seva 1985 für den Sarovar und den beschädigten Sri Darbar Komplex durchgeführt. 2004 beginnt der Sri Harmandir Sahib die erste Kar Seva des 21. Jahrhunderts zum Zwecke der Installation von hochtechnischen Wasseraufbereitungsanlagen.

Kaur

Prinzessin. Alle weiblich getauften Sikhs erhalten den Nachnamen Kaur. Die Tochter, eine "echte Kaur" von Mata Sahib Kaur Devan und Guru Gobind Singh, wird man im dem Moment der Amrit Taufe (Khande di Pahul). Mit der Amrit Sanchar Taufe gehören die getauften Sikhs alle dem Khalsa Panth an. Viele weibliche Sikhs tragen bereits von Geburt an den Namen Kaur, aber haben die Amrit Taufe noch nicht vollzogen. Den Zeitpunkt, wann sich ein Sikh taufen lässt, entscheidet er selbst, bzw. folgt dem Ruf des Gurus.

Karah Parshad

Gesegnete Süssspeise, die im Gurudwara, beim Besuch, im täglichen Gottesdienst, bei allen Sikh Zeremonien und Lesungen verteilt wird. Karah Parshad wird aus Mehl, Wasser, Zucker und Ghee (gereinigtes Butterreinfett) hergestellt. Einige Gurudwaras fügen Gewürze wie Kardamom hinzu. Während der Herstellung sollte das "Sri Japji Sahib von Satguru Nanak Dev" rezitiert werden.

Katha

Vortrag über die Inhalte und Bedeutung der Sikh Schriften und Sikh Historie. Interpretation und Erklärungen der Heiligen Hymnen aus dem Siri Guru Granth Sahib oder anderen Sikh Schriften, wie dem Sri Dasam Granth, Vārān von Bhai Gurdas, Bhai Nand Lal Schriften, Sri Gur Pratap Suraj Granth, Sri Sarbloh Granth etc.

Kathakaar (Kathavachik)

ist die Person, die den spirituellen Vortrag, die Katha im Gurudwara hält.

Kes (Kesh)

Haare. Das ungeschnittene Haar bildet eines der fünf Glaubenssymbole in der Sikh Religion. Sikhs schneiden ihre Haare nicht, als Ausdruck von Akzeptanz und Respekt gegenüber Gottes Wille, Seiner Allmacht und Perfektion in Seiner Schöpfung. Satguru Nanak Dev und die Sikh Gurus haben ihren Sikhs die Anweisung (Hukam) gegeben, ihre Haar zu behalten und nicht zu schneiden. Jeder Sikh, der seine Haare behält wird als 'Kesdhari' bezeichnet.

Keski

ist ein kleine Form des Dastar, der zwischen dem Hauptdastar und dem Haar getragen wird.

Khalsa - Khalsa Panth

Khalsa bedeutet rein und souverän. Die Teminologie Khalsa wurde bereits von 'Kabir' in seinen Heiligen Hymnen im Siri Guru Granth Sahib erwähnt. Von Satguru Nanak Dev bis Guru Tegh Bahadur wurden die Sikhs mit 'Charan Amrit' zum Sikh eingesegnet. Zu Lebzeiten von Guru Hargobind Sahib, dem sechsten Sikh Guru, hatten die Masands begonnen, ihre eigenen Anhänger separat zu taufen. Sie wurden 'Sahalangi Sikhs' genannt, die Mitarbeiter der Masands. Die Masands spalteten sich vom Guru Haus ab. Die vom Sikh Guru Getauften wurden als 'Khalsa Sikhs' und als 'Gursikhs' (Sikhs des Gurus) bezeichnet. Als Guru Gobind Singh den Khalsa Panth auf Willen von Akaal Purakh Waheguru (Gott) an Vaisakhi 1699 auf Erden manifestierte, führte er das System der Panj Pyare, den fünf Geliebten ein, die von da an die Taufzeremonie durchführen sollten. Guru Gobind Singh überträgt die Autorität des Gurus auf den 'Guru Khalsa Panth'. Die spirituelle, religiöse Guruschaft wird 1708 auf den Ewigen Shabad Guru, den Siri Guru Granth Sahib übertragen. Bhai Gurdas II, ein Zeitgenosse von Guru Gobind Singh beschreibt dies als Gur Sangat kini Khalsa, die gesamte Sangat des Gurus wurde Khalsa., Getaufte Sikhs werden 'Amritdharis' genannt, sie gehören dem Khalsa Panth an. Die Khalsa ist die Bruderschaft der Reinen und Souveränen, die das grundlegende Wertesystem im Sikh Glauben bewahren und beschützen.

Khalsa Dal

oder Dal Khalsa ist die Armee von initiierten Sikhs, die während des 18. Jahrhunderts in den Verteidigungskriegen für die Aufrechterhaltung des Sikh Glaubens kämpften.

Khalistan

ursprüngliche Bedeutung: Das Land der Reinen oder das Land, wo Khalsa Souveränität bringt. Einige Sikh Gruppen und Parteien streben einen unabhängigen Staat an. Während der Unabhängigkeitsverhandlungen im Jahr 1946, als die Teilung Indiens diskutiert wurde, war es Sardar Baldev Singh, der das Wort "Khalistan" benutzte, um den Bereich zu beschreiben, wo Sikhs mehrheitlich leben können. Sardar Baldev Singh hat sich für Kompromissbereitschaft entschlossen und wurde danach der erste Defence Minister von Indien (Verteidiungsminister). Die Terminologie Khalistan wurde dann in den späten 1970er Jahren wieder aktuell, als die Akali Agitation für mehr Autonomie begann. Nach 1984 wurde der Anspruch auf einen unabhängigen Staat bzw. mehr Autonomie anzustreben nicht ganz aufgegeben und wird bis heute noch von der Sikh Sangat und politischen Parteien, wie die Shiromani Akali Dal Mann friedvoll verfolgt.

About Youth Akali Dal Amritsar

About Shiromani Akali Dal - Simranjit Singh Mann Facebook

About the political party Shiromani Akali Dal Amritsar

Khanjar Dagger

Khanjar Dolch, eine zweischneidige, gebogene Klinge mit einem Griff aus Jade oder Stein in Form eines Papageienkopfes.

Khanda Schwert & Khanda Zeichen

Doppelseitiges Schwert. Dem doppelseitigen Schwert (Khanda) wird im Sikh Glauben ein besonders hoher Stellenwert zugeschrieben. Es wird u.a. in der Sikh Taufzeremonie Amrit Sanchar verwendet. Das Khanda Zeichen beinhaltet eine Kollektion von vier Waffen. Im Zentrum steht das zweischneidige Schwert, das die kreative Kraft Gottes, das gesamte Universum und das Schicksal des Universums repräsentiert. Das Khanda steht für göttliches Wissen, seine Klingen trennen die Wahrheit von der Falschheit. Die Bedeutung der zwei Krummschwerter: das erste Schwert steht für die politisch/weltliche Führung (Miri) und das zweite Schwert symbolisiert die spirituelle Kraft und Führung (Piri). Im Inneren der zwei Schwerter um das Khanda befindet sich ein Kreis, der Chakkar genannt wird. Zwischen beiden, Miri und Piri muss ein Gleichgewicht bestehen, dies wird durch den inneren Kreis symbolisiert. Er umfasst die gesamte göttliche Manifestation und stellt die Anfangs- und Endlosigkeit als auch die Perfektion Gottes und Seiner Zeitlosigkeit dar.

Khanda Batta Amrit

Amrit Taufwasser, das durch Gurbani und dem doppelseitigen Schwert, dem Khanda, gesegnet wird. Dieser ambrosiale Nektar wird aus einer Eisenschale (Sarbloh Batta) bei der Einweihung in den Khalsa Panth getrunken.

Khande di Pahul

Amrit Taufe in den Khalsa Panth (siehe Amrit Sanchar).

Kirpa

Barmherzig, Gnade, Segen.

Kirpan

ein kleiner Dolch, der von allen getauften Sikhs in einem Gatra (Haltegurt) getragen wird. Nach dem Gurmat Rehat Maryada sollte der Kirpan in einem Gatra über die rechte Schulter diagonal platziert werden. In einigen Fällen wird der Kirpan an einer Schnur getragen, bei manchen Nihang Singhs. Der Kirpan symbolisiert die Pflicht eines Sikhs, sich für Notleidende, Schwache und Unterdrückte einzusetzen. Der Kirpan ist ein Symbol von Geduld, Gnade, Mut, Tapferkeit und Barmherzigkeit. Der Kirpan steht synonym für die Zerstörung von Unwissenheit, Ignoranz, Unrecht und Unterdrückung. Getaufte Sikhs tragen zu jeder Zeit eine kurze Form des Kirpan (ca. 15-22 cm) an ihrem Körper. Die Benutzung ist nur zum Schutze anderer und im Notfall für die eigene Selbstverteidigung erlaubt. Niemals aber zum Angriff. Der Kirpan sollte möglichst nicht vom Körper getrennt werden. (Ausnahmen bei Sicherheitskontrollen, Flugreisen etc).

Kirtan (Shabad Kirtan)

das Singen und Musizieren der Heiligen Hymnen, die in 31 Raags, 31 Mishrat Raags in 17 Taala unterteilt sind. Der Shabad Kirtan wird in Begleitung von Instrumenten vorgetragen. Shabad Kirtan, bzw. Raag Kirtan zu praktizieren, bildet eine der Hauptgrundlagen im Sikh Glauben (Mehr Infos unter Shabad Kirtan).

Kirtan Sohila

ist das Nachtgebet. Es wird kurz vor dem Schlafengehen rezitiert. Das Kirtan Sohila ist Bestandteil der täglichen Sikh Gebete, den Nitnem Banis. Es wird ebenfalls bei der Abschieds/Todeszeremonie eines Sikhs vorgetragen. (Mehr Infos unter Sikh Gebete)

Krodh

Wut, Zorn. Gehört zu den fünf Dieben, den Panj Chor.

Kurahat (Kurehat)

Die Khalsa, die getauften Sikhs dürfen keine der vier Untaten Kurahat (Kurehat) begehen:

  • Hajamat - Schneiden von jeglichem Körperhaar, Kopfhaar und Bart. Am Körper keine Veränderungen durchführen.
  • Halaal - Kein Verzehr von Fleisch, Eiern und Fisch gemäß dem Gurmat Rehat Maryada.
  • Haram - Kein Ehebruch begehen.
  • Hukka - Kein Genuss von Tabak, Alkohol, Drogen und anderen Intoxikationen.
L

Lachak

Flexibel, Belastbarkeit.

Lakh

Einhunderttausend, 100.000.

Langar

das freie Gemeinschaftsessen in einem Gurudwara (siehe Guru ka Langar).

Laraaee

Zusammenstoß, Kampf, eine Schlacht.

Lavan (Lawan)

Eine 4 Strophen Komposition von Guru Ram Das, die auf Ang 773 im Heiligen Guru Granth Sahib zu finden ist. Diese Komposition bildet die Grundlage für die traditionelle Sikh Heirat.

Lobh

Gier. Gehört zu den fünf Dieben, Panj Chor.

M

Mala (Maala)

ist eine Gebetskette, die entweder aus Holz oder einem anderen Material, wie Sarbloh (Eisen) oder Halbedelstein besteht. Die Kugeln/Perlen sind an einer Schnur gebunden. Die Gebetskette dient dazu, um z.B. die Anzahl des Gur Mantar Waheguru zu zählen. Die Anzahl der Kugeln an einer Gebetskette variiert von Glaube zu Glaube. Der Gebrauch einer Maala ist eine individuelle Entscheidung.

Maghi

Sikh Feiertag, um die Chali Mukti, den 40 Befreiten in der Schlacht von Muktsar, zu gedenken.

Mahant

waren diejenigen, die die Kontrolle der Sikh Gurudwaras vor dem Gurudwara Act von 1925 inne hatten. Die Mahants wurden von den Briten unterstützt und als legale Eigentümer der Sikh Gurudwaras eingesetzt. Ihr korruptes und eigennütziges Management führte zur Auflehnung der Sikh Sangat. Durch friedvolle Agitationen schafften es die Sikhs, die Kontrolle der Sikh Gurudwaras zurück zu gewinnen. Mit Einführung des Gurudwara Act von 1925 wurden die Gurudwaras dem Shiromani Gurdwara Parbandhak Committee (SGPC) zur Verwaltung unterstellt, um das Management der Mahants abzulösen.

Mahapurakh

eine grosse entwickelte (realisierte) Seele. Ein Heilige Person.

Maharaj

Grosser König.

Maidaan

Ein offenes Feld, Gebiet auf dem Land.

Man

Geist, Verstand.

Mani Singh (Bhai)

Bhai Mani Singh wurde zur Zeit von Guru Har Rai geboren. Er gehörte einer Familie von gelernten Rajput Kriegern an. Sie waren bekannt für ihre zahlreichen Opfer während Jahangir's Herrschaft. Bhai Mani Singh's Grossvater verstarb im ersten Verteidigungskrieg, den Guru Hargobind Sahib, der sechste Sikh Guru, erfolgreich gegen die Mogulen führte. Von Bhai Mani Singh's zehn Brüdern legten neun ihr Leben für die Verteidigung und Aufrechterhaltung des Sikh Glaubens nieder. Bhai Dayala, der älteste Bruder von Bhai Mani Singh, war ein treuer Gursikh des neunten Sikh Gurus, Guru Tegh Bahadur. Bhai Dayala erlag Martyrium in der Gegenwart von Guru Tegh Bahadur. Bhai Dayala Ji wurde in einem mit Wasser gefüllten, kochendheißem Topf gesetzt, unter dem sich Feuer befand. So wurde er von Mogulen zu Tode gefoltert. Alle seine Söhne kämpften erfolgreich für Guru Gobind Singh. Bhai Mani Singh Shaheed stieg zur höchsten Position im Diwan von Guru Gobind Singh auf. Er wurde u.a. zusammen mit 25 weiteren Singhs zum Sri Harmandir Sahib gesandt, um die Kontrolle über das Heiligtum zu übernehmen. Die Minas (Meenas) waren Gegner der Sikh Gurus und dem Guru Haus. Sie waren für ihre Korruption und Unehrlichkeit bekannt. Bhai Mani Singh wurde der Haupt-Granthi des Sri Harmandir Sahib. Durch seine diplomatische und hervorragende Führung konnte er die Sikh Sangat und den Sri Harmandir Sahib beschützen. Auf Anordnung von Guru Gobind Singh etablierte Bhai Mani Singh den theologischen Samaj Taksal in Amritsar, bekannt als Taksal Bhai Mani Singh. Aus diesem Taksal und dem Taksal von Baba Deep Singh Damdami gehen die besten Gianis (Sikh Gelehrte) in der traditionellen Gurmat Lehre hervor. Guru Gobind Singh diktierte Bhai Mani Singh in Damdama den gesamten Guru Granth Sahib zur Niederschrift auswendig. So wie Bhai Gurdas der Schreiber von Guru Arjan Dev war, bekam Bhai Mani Singh die ehrenvolle Aufgabe, der Schreiber für Guru Gobind Singh zu sein. Bhai Mani Singh war u.a. der Autor der Janam Sakhi - Gian Ratnavali und von Sikhan di Bhagatmala, basierend auf dem 11. Var von Bhai Gurdas.

Manjis:

Sri Guru Amar Das etablierte 22 Manjis. Dies waren 22 spirituelle Hauptsitze des Sikh Glaubens. Guru Amar Das ernannte 22 noble Männer und Frauen (Sangatia oder Masands), die die Manjis verwalteten. Hier wurde der Sikh Glaube gelehrt und verbreitet als auch alle Angelegenheit der Sikh Sangat, Einnahmen, das freie öffentliche Gemeinschaftsessen etc. geregelt.
Das Masandsystem wurde später vom zehnten Sikh Guru, Guru Gobind Singh, aufgelöst, da die Leitung korrupt wurde und sich vom Guru Haus ablöste (siehe Masands).

Manji Sahib:

ist der Platz, auf dem der Siri Guru Granth Sahib platziert ist. Er symbolisiert royale Souveränität.

Manmat

Das Wort Manmat setzt sich aus Man dem "Geist" und Mat "Verständnis von" zusammen. Eine Manmat orientierte Person (Manmukh) folgt und lebt aus dem Ich-Bewusstsein heraus, ist selbstbezogen und stellt die eigenen Bedürfnisse und Wünschen vor allen anderen. Manmat lehnt das göttliche Wissen, das Wort und die transzendentale ewig-gültige Botschaft Gottes/Gurus ab. Das begrenzte Ich-Bewusstsein ist eine Kreation der Maya, die von Gott selbst erschaffen wurde. Das Gegenteil von Manmat ist "Gurmat" (siehe Gurmat).

Der Intellekt des Geistes ist unwahr, unecht, gefälscht, nur Gott, der Herr ist wahr. (SGGS, Ang 222)

Manmukh

bedeutet ursprünglich das Gesicht zum Ich, zum Geist gewandt. Ein Manmukh wird von seinem Geist, von seinem Ego (Ahankar/Haumai) geleitet und folgt den Anweisungen, Trieben und Wünschen des Geistes. Ein Manmukh lehnt den Rat, die Weisheit und die Allmacht Gottes/Gurus ab. Für ihn ist die materielle mondäne Welt, die einzig wahre Existenz. Ein Manmukh ignoriert den ewig-existierenden Schöpfer und Seine ewigen Naturgesetze. Ein Manmukh ist bemüht darum, die Dualität und Abneigung im Bewusstsein der Menschen zu fördern, statt Harmonie, Respekt und Brüderlichkeit zu kultivieren. Der Manmukh ist verhaftet am relativen, vergänglichen Bereich des Lebens, der Maya. Er ist das Gegenteil von einem Gurmukh..

Maryada

Tradition, religiöse, spirituelle Praxis. Verhaltenskodex auf sozial-ethischer und spiritueller Ebene.
Das Maryada beschreibt den Verhaltenskodex der Sikhs, bekannt als Gurmat Rehat Maryada, Sikh Rehat Maryada. Das Wort Maryada hat seinen Ursprung aus dem Sanskrit. Marya bedeutet, die zwei Ufer eines Flusses. Wenn das Wasser innerhalb der zwei Ufer fliesst, ist es ein Fluss, der für die Natur, die Tierwelt und für die Menschen von Nutzen ist. Wenn dieser Fluss jedoch aus seinem Gleichgewicht gerät und über die Uferböschungen läuft oder diese durchbricht, kommt es zur einer Überschwemmung, die Schaden und Verwüstung verursacht. In ähnlicher Weise sollte das Leben eines Sikhs innerhalb der Parameter von Maryada, dem Verhaltenskodex auf sozialer und spiritueller Ebene, in Balance und Ordnung fliessen. Maryada hat ebenfalls eine weitere Konnotation: Die Erinnerung an den Tod.

Masands

arabisch Masnad, bedeutet souveräne Führung/Sitz. Masands wurden vom dritten Sikh Guru, Guru Amar Das, in der Sikh Lehre unterrichtet und als regionale Repräsentanten für den Sikh Glauben in den Gurudwaras eingesetzt. Die dritte Generation der Masands, als auch die vierte und fünfte Generation wurden korrupt und zu einer ernsthaften Gefahr, da sie sich nicht mehr an die Lehre von Satguru Nanak Dev und den Sikh Gurus hielten. Sie begannen, das Haus des Gurus zu betrügen und zu bekämpfen. Das Masandsystem wurde durch Guru Gobind Singh und dem Guru Khalsa Panth aufgelöst.

Massya

Neumond.

Mata (Ji)

Mutter. Im Sikh Panth werden die Mütter stets mit Mata (Ji) adressiert. Mata Khivi, Mata Gujri Kaur, Mata Sunder Kaur, Mata Sahib Kaur etc.

Mata Sahib Kaur Devan

Mata Sahib Kaur wurde von Guru Gobind Singh zur Ewigen Mutter des Khalsa Panth ernannt. Mata Sahib Kaur wurde in Rohas, im heutigen Pakistan, geboren. Sie wurde die dritte Ehefrau von Guru Gobind Singh. Die erste Ehefrau von Guru Gobind Singh war Mata Ajit Kaur, auch als Mata Jito Ji bekannt, sie ging in Sach Khand ein. Sie und Mata Sunder Kaur waren die Mütter der Chaar Sahibzade, den vier Söhnen von Guru Gobind Singh. Die Eltern von Mata Sahib Kaur und die Sikh Sangat baten um die Vermählung mit Guru Gobind Singh. Dieser Ehe wurde zugestimmt. Guru Gobind Singh erklärte, dass diese Ehe mit Mata Sahib Kaur Devan ausschließlich auf spiritueller Ebene sein wird. Nach der Amrit Taufe in den Khalsa Panth wurde Mata Sahib Kaur für die getauften Sikhs die spirituelle Mutter und Guru Gobind Singh der spirituelle Vater. Mata Sunder Kaur, die zweite Ehefrau und Mata Sahib Kaur führten den Khalsa Panth in Zeiten der Krise gemeinsam.

Matha Taykna (Matha Tekna)

Die Verneigung mit der Stirn vor dem Siri Guru Granth Sahib.

Maya

wird als die temporäre Erscheinungswelt, Täuschung, Illusion und Unwirklichkeit im Sikh Glauben definiert. Es ist der vergänglich-relative Bereich der Existenz. Wohingegen Gott, der absolute unsterbliche, ewig existierende Bereich ist. Gott ist, war und wird für immer wahr sein. Gott hat die Maya, die temporäre Erscheinungswelt, den relativen Bereich des Lebens erschaffen, aus ihr gehen die 3 Qualitäten (Gunas): Tamas, Rajas und Sattwa hervor. Sie wirken als materielle Natur durch den gesamten Schöpfungsmechanismus hindurch. Die Eigenschaften der Maya und die fünf Diebe (siehe Panj Chor) binden und überschatten jeden Menschen. Gott selbst hat die Maya, die materielle Natur und das Spiel der Kräfte, erschaffen. Die Eigenschaften der Maya sind:

  • Asat = nicht wahr.
  • Jarh = tote Entität vergänglich, nicht beständig.
  • Dukh = Leid, Sorgen, Schmerz.
  • Gottes Realität und Existenz ist Sat, wahr.
  • Gott ist ewig existent, Chit.
  • Gott ist ewige Glückseligkeit, unbegrenzte Freude, Bliss, Liebe, Stille, Frieden, Anand.

Miri-Piri

das integrale System von weltlicher/temporärer Führung und spirituell-religiöser Führung; eingeführt vom sechsten Sikh Guru, Guru Hargobind Sahib. Der sechste Sikh Guru trug fortan zwei Schwerter, die den komplementären und untrennbaren Charakter des Sikh Glaubens von Miri/Piri seither repräsentieren.

Misls (Misals)

waren Kampftruppen in den Sikh Armeen des 18. Jahrhunderts, die in 12 Einheiten aufgeteilt wurden.
(siehe unter Nihangs und Sikh History).

Mool Mantar

ist der Eröffnungsvers im Siri Guru Granth Sahib. Das Mool Mantar ist das Basis Mantra im Sikh Glauben. Gemäß der traditionellen Gurmat Lehre geht das Mool Mantar von IK OANKAR bis NANAK HOSEE BHEE SACH. Jeder getaufte Sikh (w/m) erhält in der originalen Amrit Taufe seit 1699 das Mool Mantar von Ik Oankar bis Nanak hosee bhee sach. Einige der neu entstandenen Sikh Gruppen des 20. Jahrhunderts definieren und rezitieren bis Gurprasad. Seit 1699 unter direkter Anleitung von Guru Gobind Singh lehren die Panj Pyare das Mool Mantar von Ik Oankar bis Nanak hosee bhee sach.

Morchas

Widerstand, Konfrontation, Demonstration von unbewaffneten Sikh Gruppen. Diese Art von Demonstrationen dienten zum Beispiel dazu, die Kontrolle der Sikh Gurudwaras, die von korrupten Elementen verwaltet wurden, zurück zu gewinnen. Morchas sind auch als friedvolle Anti-Regierungs Agitationen bekannt, die sich gegen soziale, ökonomische, religiöse und politische Ungleichheit und Benachteiligung gegenüber der Sikh Bevölkerung richteten.

Mukhwaak (Mukhwak)

eine weitere Bezeichnung für das tägliche Hukamnama (siehe Hukamnama).

Mukti

Befreiung, Erlösung. Es ist das Ende der Transmigration für die Seele. Mit dem Einswerden Gottes vereinigt sich die Individual Seele mit der kosmischen All Seele Gottes. In diesem Moment der Vereinigung wird die Seele aus dem Zyklus von Kommen und Gehen, der Reinkarnation befreit. Ein zu Lebzeiten befreiter wird ein Jivan Mukti genannt, er/sie hat die Maya, die fünf Feinde überwunden.

Mundavani

Mundavani bedeutet Siegel.

N

Nama Parnam

Um sich in Demut zu verbeugen, jemanden Willkommen zu heißen.

Naam

Naam ist das Fundament und die Basis der gesamten Schöpfung. Naam beschreibt das dynamisch kreative Prinzip, die Grundlage göttlicher Substanz, die Realität und Existenz Gottes. Naam wirkt durch das gesamte Universum. Naam wird ebenfalls als der "Eine Name des Herrn", als das "Mantra Gottes" von den Sikh Gurus im Siri Guru Granth Sahib, in den Sikh Gebeten und Schriften beschrieben. Im Shabad Guru ist immer wieder zahlreich die liebevolle Aufforderung und Anweisung zu lesen:

Meditiere auf Naam, den Namen des Herrn.

Satguru Nanak Dev und die Sikh Gurus haben das Gur Mantar "Waheguru" der Menschheit offenbart. Sikhs bitten im täglichen Sikh Gebet, dem Ardas, Gott darum, mit Naam gesegnet zu werden.

Naam Japo/Naam Simran

ist eine der drei wichtigen Grundlagen in der Sikh Religion (Kirat Karo, Naam Japo/Naam Simran, Wand Chakko). Es ist die Rezitation und Meditation auf die Existenz und Realität Gottes, auf Naam, mit dem "Gur Mantar Waheguru". Waheguru ist die Terminologie für Gott in der Sikh Religion, der Name Gottes.

Nagara

Die Nagara ist eine übergrosse Kettle Trommel, die von Königen benutzt wurde als ein Symbol von Autorität. In der Sikh Tradition wurde die Nagara vom sechsten Sikh Guru, Guru Hargobind Sahib, eingeführt. In früheren Zeiten diente sie dazu, die Sikh Sangat zum Langar (Essen) zu rufen. Die Nagara wurde energisch vor jedem Krieg getrommelt. Sie wird bei allen wichtigen Sikh Feierlichkeiten eingesetzt. Die Nagara wird traditionell von den Nihang Singhs und dem Khalsa Panth benutzt.

Nanakpanthis

war eine frühe Bezeichnung für Satguru Nanak Dev's Anhänger.

Neza

Langer Speer.

Nirankar

Formlos. Die Bezeichnung "Nirankar" bezieht sich auf den formlosen Schöpfer.

Nirankari

Verehrer des Einen formlosen Schöpfers.

Nirankaris

Verehrer und Anbeter des formlosen Schöpfers. Es gab zwei Nirankari Gruppen. Die erste war im Einklang mit der Gurmat Lehre und dem Ewigen Shabad Guru. Diese Nirankaris praktizierten viel Shabad Kirtan.
Von dieser Nirankari Gruppe spalteten sich Personen ab, die dort durch Fehlverhalten auffielen. Diese zweite Gruppe wurde als die "Nirankari Sekte" bekannt, die sich gegen die Gurmat Lehre der Sikh Gurus stellte und die Grundlagen abänderten. Diese Nirankari Sekte wurde von Buta Singh gegründet. Sein Nachfolger wurde Avtar Singh und dessen Sohn Gurbachan Singh. Gurbachan Singh wurde der Anführer dieser Nirankari Sekte. Er war dafür bekannt, die Sikh Gurus und den Ewigen Shabad Guru zu beleidigen. 13 friedvolle Gursikhs wurden von den Nirankaris getötet und zahlreiche beim Amritsar Massaker von 1978 verletzt.

Nirgun

Der Schöpfer im Nirgun Aspekt ist nicht sichtbar, unmanifest, abstrakt, formlos, ohne Attribute, alldurchdringend, der ewige, zeitlose, transzendentale Aspekt der göttlichen Wahrhaftigkeit, Realität und Existenz Gottes. Der Schöpfer wird im Nirgun Aspekt mit folgenden Terminologien beschrieben:

  • WAHEGURU
    Wahe bedeutet: wundervoller Schöpfer, Erleuchter, der jenseits aller Erklärungen ist, in Worte nicht zu fassen, höchste Glückseligkeit, Stille, Frieden, Bliss und Freude.
    Guru setzt sich aus Gu und Ru zusammen. Gu bedeutet Dunkelheit, Ignoranz, Unwissenheit. Ru bedeutet Licht, das diese Dunkelheit auflöst.
  • AKAAL PURAKH: der ewige, zeitlose Eine Schöpfer, der niemals stirbt, jenseits von Zeit und Raum ist.
  • SATGURU: der wahre Aspekt und Ausdruck der göttlichen Wahrhaftigkeit. Der wahre Guru ist Gott. Der Satguru ist ohne Dualität. Satguru Nanak Dev ist die manifeste Sargun Form von Akaal Purakh Waheguru auf Erden - Ik roop hai.
  • SAT NAM Sein Name ist Wahrheit (Seine Identität ist wahr).

Nirgun Sampardaye

Eine Sant Tradition aus dem Norden Indiens.

Nirmal Panth

beschreibt die Gemeinschaft der Makellosen (Unbefleckten), die dem Weg und Glauben von Satguru Nanak Dev folgen. Bhai Gurdas beschreibt den Nirmal Panth von Satguru Nanak Dev ausführlich in seinen Vārān.

Nitnem Banis - Sikh Gebete

Das Nitnem umfasst die täglichen Sikh Gebete für getaufte Sikhs. Das Nitnem besteht insgesamt aus 7 Gebeten: Japji Sahib, Jaap Sahib, Tav Prasad Savaiye, Chaupai Sahib, Anand Sahib (alle 40 Verse), das Abend- und Nachtgebet Rehras Sahib und Kirtan Sohila. Eine Meditation mit dem Mool Mantar (Ik Oankar bis Nanak hosee bhee sach) und eine Meditation mit dem Gur Mantar Waheguru. Für ungetaufte Sikhs wird im Sikh Rehat Maryada ein Mindestmaß von 3 täglichen Morgengebeten, dem Abend- und Nachtgebet, sowie die Waheguru Naam Meditation und die Rezitation des Mool Mantar empfohlen.

O

Oankar, Ik Oankar


Oan - bedeutet, die alles erschaffende, organisierende und auslöschende Kraft Gottes
Kar - beschreibt den Schöpfer, der sich in der gesamten Schöpfung manifestiert, omnipräsent und omnipotent ist.
Ik Oankar = Es gibt nur Einen Gott.
Oankar wird im Siri Guru Granth Sahib auf u.a. auf Ang 929 beschrieben.

P

Pahlwan

Beschreibt einen Athleten, Ringer oder starken Kämpfer.

Path (Paath)

Die Rezitation und Lesung von Gurbani.

Pathi (Paathi)

Eine Person, die Gurbani liest, rezitiert.

Patshah (Patshaah)

Grosser König.

Patshahi (Patshaahi)

Mehrzahl von König. Als Patshahi werden die Sikh Gurus bezeichnet.
Die Bedeutung von Patshahi drückt Souveränität auf allen Ebenen aus. "Patshahi Dasvin" ist der zehnte König, der zehnte Sikh Guru, Guru Gobind Singh.

Palki

ist ein Palanquin, in dem der Siri Guru Granth Sahib feierlich installiert ist. Es ist der Thron des Gurus mit Überdachung.

Pandal

ist ein temporärer Aufbau, der für öffentliche Sikh Veranstaltungen und Sikh Versammlungen dient.

Panjab (Punjab)

Der Bundesstaat Panjab (Punjab) befindet sich im nordwestlichen Teil Indiens. Er ist als das Land der fünf Flüsse bekannt (Panj=fünf, Aab=Wasser). Diese fünf Flüsse bilden die geographische Besonderheit des Bundesstaates. Die fünf Seen sind Jhelum, Chenab, Ravi, Beas und Sutlej (Satlej). Bevor sich die Arier auf dem Subkontinent Indien ansiedelten, war das Gebiet als Sapat Sindhu bekannt. Historisch wurde die Region als Pancha-nada, das Land der fünf Flüsse in den Puranas und in der Mahabharata erwähnt. Während der Herrschaft der Mogulen wurde die Region als Suba-E-Lahore genannt. Die Griechen verwiesen auf das Gebiet als Pentapotamia (Inland Delta mit 5 Flüssen). Der Panjab wurde 1947 geteilt. Der indische Bundesstaat besteht aus insgesamt 22 Distrikten. Die Fläche beträgt 50.362 qkm, die Einwohnerzahl 27.743.338 (Stand 2011). Die Sikh Population in Indien beträgt 2.08 Crore. Im Bundesstaat Panjab beträgt sie 1.6 Crore, dies bedeutet, das 76,82% der Sikhs in Indien, im Bundesstaat Panjab leben. Der Sikhismus ist im Panjab mit ca. 60% die grösste vertretende Religionsgemeinschaft, gefolgt vom Hinduismus mit 35%, Islam mit 1,9%, Christentum 1,3% und 0,6% Andere Glaubensrichtungen. In Indien zählt der Sikh Glaube zur viertgrössten Religion, weltweit mit über 27 Mio. Anhängern ist die Sikhi der fünftgrösste Weltglaube.

Panj Ishnaan

Panj = fünf, isnaana = Waschung. Es ist das Waschen der fünf Körperteile: Gesicht, beide Hände, beide Füße.

Panj Pyare (Panj Piare)

Die fünf Geliebten, Auserwählten. Die Panj Pyare folgten an Vaisakhi 1699 dem Ruf von Guru Gobind Singh, um sich in der ersten Amrit Sanchar Taufe in den Khalsa Panth in Sri Anandpur Sahib taufen zu lassen. An diesem Tag wurde der Khalsa Panth auf Willen Gottes kreiert. Die Panj Pyare waren die ersten fünf getauften Sikhs. Nach der Amrit Sanchar Taufe erhielten Sie den Nachnamen "Singh"- Löwe. Die fünf Geliebten waren: Bhai Daya Singh, Bhai Dharam Singh, Bhai Himmat Singh, Bhai Mohkam Singh und Bhai Sahib Singh. Seit Vaisakhi 1699 führen die Panj Pyare die originale Taufzeremonie in den Khalsa Panth durch. Sie repräsentieren den Nukleus des Guru Khalsa Panth und verkörpern die Legislatur von Guru Gobind Singh. Guru ist die Khalsa und Khalsa ist der Guru.

Panj Takht - die fünf Takhts (Takhats)

Die fünf höchsten Sitze in der Sikh Religion sind: Sri Akaal Takht, Sri Patna Sahib, Sri Kesgarh Sahib, Sri Damdama Sahib, Sach Khand Sri Hazoor Sahib.

Panth

ursprünglich Weg, wie Marag oder Rah. Alle drei Begrifflichkeiten sind im Siri Guru Granth Sahib zu finden. Das Wort Panth wurde zunächst benutzt, um einen spirituellen und religiösen Orden und Weg zu beschreiben, wie Nath Panth, Kabir Panth. Im Bereich des Sikh Glaubens gibt es den Nirmal Panth, die Gemeinschaft der Unbefleckten, Reinen, die Satguru Nanak Dev folgten. Die Bezeichnung Gurmukh Panth wurde während der Zeit der ersten neun Sikh Gurus benutzt. Der Khalsa Panth wurde durch den zehnten Sikh Guru initiiert und beschreibt die Bruderschaft der Reinen und Souveränen. Der Sikh Panth beschreibt das gesamte weltweite Kollektiv der Sikh Gemeinde. Die Terminologie Panth wird ebenfalls für die Sikh Nation eingesetzt.

Panthik (Panthic)

Eine Person, die sich den Grundsätzen der Gurmat Lehre und dem Guru Khalsa Panth widmet. Panthik beschreibt die Grundlagen des Panths.

Panj Singh Sahiban

Diese fünf Panj Singh Sahiban bilden den ökumenischen Rat von Sri Akaal Takht, dem höchsten Sitz der temporalen Sikh Autorität, um die prestinale Reinheit der Ideale des Guru Khalsa Panth zu schützen und die Sikh Gemeinschaft in wichtigen Fragen und Angelegenheiten im Einklang mit den Interessen der Gemeinde und der Gurmat Lehre der Sikh Gurus führen.

Parcharak

ist ein Sikh, der Vorträge über die Grundlagen der Sikh Lehre und der Sikh Geschichte gibt.

Parkash

ursprüngliche Bedeutung: Erleuchten, manifest machen. Parkash beschreibt die morgendliche Zeremonie, den Siri Guru Granth Sahib aus Sach Khand zu holen und Ihn für den Tag zu öffnen. Parkash ist die Öffnungszeremonie des Ewigen Shabad Guru, um das Hukamnama, die Gebete und Rezitationen für den Tag im Sikh Gurudwara durchzuführen.

Parikarma

ist der Gehweg (Rundweg), der um die Heiligen Amrit Sarovars und Gurudwaras angelegt ist.

Parna

ein loser Schal, der um den Hals getragen wird - meist in der Farbe weiss.

Patase

gepuffte Zuckerstücke. Sie werden bei der Amrit Taufzeremonie in den Khalsa Panth seit 1699 für die Herstellung des Taufwassers benutzt. Die Patase werden mit dem Khanda, einem doppelseitigen Schwert, in einer Eisenschale (Sarbloh Batta) zerkleinert und aufgelöst. Gemäß den traditionellen Sikh Quellen war es Mata Jito Ji, die erste Ehefrau von Guru Gobind Singh, die die Zuckerstücke dem Taufwassser an Vaisakhi 1699 hinzufügte.

Patit

ist eine Person, die vom Sikh Weg und der Gurmat Lehre abfällt. Es gibt vier Taten, die ein Sikh nach dem Gurmat Rehat Maryada nicht tun darf:
a. Keine Haare, noch Bart schneiden.
b. Kein Verzehr von Eiern, Fisch und Fleisch*.
c. Keine Untreue in der Ehe begehen.
d. Nicht Rauchen, keinen Alkohol und keine Intoxikationen zu sich nehmen.

Patka

ist ein kleines Stück Tuch, das den Kopf und das Haar bei Sikh Jungen bedeckt. Die Bindetechnik des Patka ist leicht zu erlernen und im täglich Leben, beim Sport praktisch zu tragen.

Pech Kabaz Dagger

Historische Waffe. Pech Kabaz Dolch, entweder eine gerade oder spitze einseitige Klinge mit einem breiten gebogenen oder geraden Rücken, der Griff kann entweder aus Elfenbein oder Metall sein.

Pehardar

Wachmann. Der Pehardar steht z.B. während der Sikh Taufe vor der Tür und bewacht den Ein- und Ausgang.

Phunhé

Poetische Komposition. Die erste Zeile besteht aus 11 Matras, die zweite aus 10 Matras.

Pir, Peer

Heiliger Muslime. Ein Mann Gottes.

Pothi Sahib

Das Pothi Sahib ist von der Form her grösser als ein Gutka Sahib (Sikh Gebetsbuch) und kleiner als der Siri Guru Granth Sahib. Das Pothi Sahib beinhaltet die gesamten Heiligen Hymnen, die im Siri Guru Granth Sahib enthalten sind. Ein Gutka (Sikh Gebetsbuch) beinhaltet dagegen nur die täglichen Nitnem Banis und weitere Sikh Gebete.

Punjab (Bundesstaat) - siehe Panjab

Puranmashi, Pooranmashi

Vollmond Nacht. Gemäß den traditionellen Sikh Quellen, wie Bhai Bala Ji, Sri Gur Partap Suraj Granth, Damdami Taksal und weiteren 20 Quellen erschien Satguru Nanak Dev im Monat Katak, Oktober/November 1469 zu Puranmashi (Vollmond) auf Erden. Die SGPC, im 20. Jahrhundert entstanden, hat das Avtar Datum von Satguru Nanak Dev auf den 15. April 1469 festgelegt. Alle traditionellen Sikh Institutionen folgen dem Katak Datum. Jedes Jahr wird weltweit Satguru Nanak Dev's Erscheinen im Monat Oktober/November gefeiert und nicht im Monat Vaisakh.
(Mehr Infos unter Zehn Sikh Gurus).

Puratan

Tradition, traditionell, alt.

Pyare (Piare)

Geliebter. Die Terminologie wird verwendet, um Guru/Gott zu addressieren.
Gurmukh Pyare ist der Gursikh, der Guru/Gott liebt.
Die Panj Pyare, sind die fünf Geliebten, die fünf Auserwählten von Guru Gobind Singh.

Q
R

Raagmala (Ragmala)

bedeutet "The Rosary of Love". Die Raagmala bildet den Abschluss im Heiligen Guru Granth Sahib.

Raag (Rag)

Das Kirtansingen wird von klassischer Sikh Musik begleitet, die auf Raag, musikalischen Themen und Taal, Rhythmusmodellen aufbaut. Die Musikinstrumente, die beim Shabad Kirtan benutzt werden, sind das Harmonium, die Tabla sowie Streichinstrumente, die Dilruba, die Taus und/oder die Sarangi, Saranda und Tanti Saaz. Die Sikh Gurus haben den Siri Guru Granth Sahib in 31 Haupt Raags, 31 gemischte Raags (Mishrat Raags) und 17 unterschiedlichen Taala definiert. Sie bilden die Grundlage für die musikalischen Kompositionen des Shabad Kirtan. Jede Raag ist in sich einzigartig und beschreibt eine Gefühlsstimmung. Alle Heiligen Hymnen eines Kapitels sollten möglichst in der spezifisch-vorgegebenen Raag gesungen und vorgetragen werden, um den Effekt für Geist, Körper und Seele wahrzunehmen. Der Titel der Hymne trägt eine Zahl, die angibt, welcher Sikh Guru die Raag komponiert hat.

Raagi

ist die Person, die den Kirtan musikalisch und gesanglich vorträgt.

Raj Jaati

Eine Person, die von königlicher Abstammung ist; Personen, die dazu berufen sind zu regieren.

Raj Karega Khalsa

"Die Khalsa möge regieren". Das Konzept von Raj Karega Khalsa beschreibt das Königreich Gottes, welches das reine, ewige, zeitlose All-Bewusstsein Gottes von Souveränität und Reinheit darstellt, manifest im Guru Khalsa Panth. Die Khalsa wurde auf den Willen Gottes, als Akaal Fauj, gegründet. Raj Karega Khalsa wurde ebenfalls als Ausruf in den Verteidigungskriegen benutzt.

Rehat

Disziplin, Weg des Lebens.

Rehat Maryada

Im Sikh Glauben beschreibt das Rehat Maryada den Verhaltenskodex, die Verhaltensrichtlinien für die Sikhs auf individueller und gemeinschaftlich kollektiver Ebene. Sie wurden von den Sikh Gurus vorgegeben, sowie von prominenten Gursikhs niedergeschrieben.

Rehatnama

Verhaltenskodex, Richtlinien und Anweisungen für den Khalsa Panth und die Sikh Gemeinde.

Rehras Sahib

Abendgebet.

Riddhi Siddhi

Spirituelle Kräfte, Wunderkräfte.

Roknaa

Das Abfangen zu stoppen oder zu behindern. Vaar Roknaa bedeutet einen Angriff stoppen.

Rumala

ist ein besonders hübsches Tuch bzw. eine Überdecke, die den Heiligen Siri Guru Granth Sahib bedeckt.

S

Sach, Sat

wahr und Wahrheit. Diese Terminologie wird benutzt, um die Eigenschaft des Schöpfers zu beschreiben. Gott ist keine Abstraktion, sondern die ewige Realität, die höchste Wahrheit, die von Anbeginn bis in alle Ewigkeit existent ist und für immer wahr sein wird.

Sach Khand

Die Ebene der absoluten höchsten Wahrheit, das Ewige Reich Gottes.

Sach Achar

ist das aufrichtige Leben, welches die Sikh Gurus lehren.

Sachiara (Gurmukh)

Eine Person, die aufrichtig und wahrheitsgemäß ist. Sie lebt ein auf Guru/Gott ausgerichtetes Leben.

Saadh Sangat (Sadh Sangat)

Die Versammlung der Heiligen.
Die Gemeinde der Sikhs im Gurudwara wird als die Saadh Sangat bezeichnet. In der Saadh Sangat wird der allmächtige Schöpferherr, Seine Heiligen Hymnen und Sein Name Waheguru gelobpreist, besungen und darauff meditiert.

Sahib

heisst übersetzt Meister. Sahib wird ebenfalls als Zusatz für den Ausdruck der Ehrerbietung verwendet.

Sakhi

Geschichte, Erzählung über die Sikh Gurus.

Sahibzada

Sohn von Guru Gobind Singh. Chaar Sahibzade sind die vier Söhne von Guru Gobind Singh:
Baba Ajit Singh, Baba Jujhar Singh, Baba Zorawar Singh und Baba Fateh Singh.

Samparda, Sampardaye

Sikh Lehrinstitution, die die Gurmat Lehre, Gurbani, Santhiya, Shabad Kirtan, Sikh Ithihaas lehren, die Amrit Taufe ausstatten und die religiösen und kulturellen Sikh Traditionen bewahren.

Sangat

Versammlung. Beschreibt die Sikh Gemeinde.

Sangrand

Der erste Tag des Neumondes gemäß dem Sonnenkalender.

Sant

Heiliger, Sikh Heiliger.

Sant-Sipahi

Der Sant verweist auf eine weise und rechtschaffene Person, die Wissen und Erfahrung über Gott und Seine Schöpfung besitzt. Ein Sant ist stets mit Guru/Gott durch Waheguru Naam und Gurbani verbunden. Er vergisst niemals den Namen Gottes Waheguru und lebt in Gottesfurcht und Hingabe. Der Sant handelt im Einklang und nach dem Willen Gottes. Der Sant ist illuminiert, heilig. Sipahi bedeutet Krieger, bereit zu sein, sein Leben für einen rechtschaffenen Zweck einzusetzen. Ein Sant-Sipahi setzt sich für Wahrheit, Frieden, Freiheit und Rechtschaffenheit aller ein. Er hat die Aufgabe, die Schwachen und Unterdrückten zu beschützen und Sat, die Wahrheit und das Dharam, die Rechtschaffenheit auf Erden aufrecht zu erhalten.

Santhok

bedeutet Zufriedenheit.

Sarabh Kal

Der ewig existierende Gott.

Sarabh Loh

Reines Eisen.

Sargun

Der Schöpfer ist Nirgun; nicht sichtbar, unmanifest, formlos, ohne Attribute und Sargun; sichtbar, manifest. Im Sargun Aspekt manifestiert sich das göttliche Licht, die göttliche Energie, die kosmische All Seele des Schöpfers in zahlreiche Formen, die mit Qualitäten, Eigenschaften und Attributen ausgestattet sind. Sichtbar und immanent in der gesamten manifestierten Schöpfung.

Saroop (Sarup)

Eine Ausgabe (Edition) des Heiligen Guru Granth Sahib.

Saropa

Ein von der Sikh Gemeinschaft überreichtes Ehrengeschenk in Form eines Schals, der dem zu Ehrenden über die Schulter gelegt wird.

Sarovar

Ein heiliger Amrit See, Teich. Der Sarovar befindet sich in der Regel vor oder neben einem Gurudwara, wo Sikhs und Pilger eintauchen können. Die Sarovars im Sikh Glauben haben eine wichtige spirituelle Bedeutung. Sie wurden von den Sikh Gurus erbaut und gesegnet. Der fünfte Sikh Guru, Guru Arjan Dev, schreibt über den Heiligen Amrit See vor dem Sri Harmandir Sahib in Amritsar:

Raamdaas Sarovar Naatae||
Sabh laathae paap kamaatae||2||

Beim Baden im heiligen Amrit See von Guru Ram Das
werden alle Sünden, die eine Person begangen hat, weggewaschen.

Bathing in the sacred pool of Guru Raam Das,
All the sins one has committed are washed away.
(SGGS Ang, 624)

Satguru

Der wahre Guru. Der allmächtige Schöpferherr ist der wahre Guru. Gott in Seiner Nirgun Form (nicht sichtbar, unmanifest, formlos) hat sich in Form des Satgurus auf Erden manifestiert. Der Satguru ist der Ausdruck der göttlichen Wahrhaftigkeit. Akaal Purakh Waheguru, Satguru Nanak Dev und der Shabad Guru sind untrennbar voneinander: Ik Roop Hai. Sie bilden eine Einheit.

Sat Siri Akaal

Die Sikh Begrüßung. Sie bedeutet der "Unsterbliche Gott ist Wahrheit".

Sat Yuga

Die vier Zeitalter werden im Hinduismus beschrieben. Der Sikhismus akzeptiert das Konzept dieser Zeitalter. Das Sat Yuga ist das Zeitalter, wo Wahrheit, Rechtschaffenheit und Tugenden vorherrschen, das Gegenteil vom gegenwärtigen Zeitalter, dem Kali Yuga, dem dunklen Zeitalter, wo die Liebe zur Dualität und zur Maya vorherrscht.

Sarbat da Bhala:

Wohlergehen, Wohlstand und Frieden für alle Menschen auf dieser Welt.

Sarbat Khalsa:

Sarbat (gesamte, ganze), Khalsa (getaufte Sikhs, Amritdharis, Khalsa). Sarbat Khalsa ist die Versammlung aller getauften Sikhs, um in der Gegenwart des Heiligen Guru Granth Sahib Resolutionen zu verabschieden (siehe Gurmata). Die Sarbat Khalsa ist das Zusammentreffen der gesamten Sikh Nation des Khalsa Panth, die im 18. Jahrhundert in Amritsar im Punjab etabliert wurde. Die Tradition, Sarbat Khalsa abzuhalten, hat sich seitdem in Zeiten der Not oder des Konflikts fortgesetzt. Sarbat Khalsa hat die letztendliche Autorität, Resolutionen über wichtige Angelegenheiten des Khalsa Panth zu treffen. Solange diese Resolutionen der Sarbat Khalsa nicht geändert werden, ist jeder Sikh (Khalsa) dazu angeleitet, diese Entscheidungen zu respektieren. Kein Amtsträger, einschließlich des Jathedar von Sri Akaal Takht, keine Organisation oder Versammlung hat das Recht, gegen die Entscheidungen der Sarbat Khalsa zu verstoßen. Nur ein andere einberufene Sarbat Khalsa kann die getroffenen Entscheidungen ggf. aufheben oder abändern.

  • Im Oktober/November 1723 - legt die Tat Khalsa und die Bandais ihre Untstimmigkeiten nieder.

  • 1726 beschliesst die Sarbat Khalsa gegen den Metal Transport der Mogulen vorzugehen, die Waffen zu konfizieren und Informanten ausfindig zu machen.

  • 1733 Sarbat Khalsa akzeptiert den Titel Jagir von der Mogul Regierung.

  • 1745 Sarbat Khalsa verabschiedet Gurmata, um die Khalsa in 25 Jathas zu organisieren.

  • 1748 Sarbat Khalsa verabschiedet Gurmata, um die Khalsa in 11 Misls zu reorganisieren.

  • 1760 Sarbat Khalsa verabschiedet Gurmata, um Lahore zu attackieren.

  • 1986 Sarbat Khalsa wählt ein 5 Mitglieder Panthik Kommitee, um die Entscheidungen der Sikh Diaspora zu vertreten. Die Sarbat Khalsa deklariert durch das Kommitee Khalistan am 29. April 1986.

  • Im Jahr 2015 folgte die nächste große Sarbat Khalsa, um gemeinsam wichtige Entscheidungen für den Sikh Panth zu fällen. Sie fand in Chabba Village statt, mit dem Ziel, die Sikh Institutionen und Traditionen der Sikhs zu stärken. Mehr als 500.000 Sikhs aus aller Welt nahmen an dieser Sarbat Khalsa teil. Einige wenige Sikh-Organisationen haben an der Versammlung nicht teilgenommen. Die Sarbat Khalsa 2015 wurde von Sardar Simranjit Singh Mann und Mohkam Singh, den politischen Vertretern der Shiromani Akali Dal (Amritsar) und United Akali Dal, einberufen. Die Sikh Gemeinde verabschiedete 13 Resolutionen, die weitesgehend erfolgreich umgesetzt werden konnten.

Savaiye

eine Form von Poesie mit spirituellem religiösen Inhalt, Lobrede.

Sehaj

Ein spiritueller Zustand, eine Bewusstseinsebene des geistigen Friedens im ungebundenen, neutralen Zustand, der sich aus der Erlangung der Vereinigung mit Guru/Gott ergibt, bekannt als Sehaj Avastha.

Sehaj Path

Die vollständige Lesung des Siri Guru Granth Sahib ohne eine zeitliche Begrenzung.

Seli

Die Seli ist eine besondere Wollschnur, die von Satguru Nanak Dev um Seinen Dastar (Turban), wie eine Kette getragen wurde. Sie war ein Zeichen dafür, in der Welt zu leben, aber nicht in der weltlichen Bindung, Anhaftung und Überschattung der Maya. Es heißt, das jeder der Sikh Gurus bis Guru Hargobind Sahib die Seli getragen hat. Guru Hargobind Sahib begann zwei Schwerter zu tragen, um das Konzept von Miri-Piri zu manifestieren.

Seva, Sewa

Selbstloser Dienst, ehrenamtliche Arbeit, ohne eine Erwartung von materieller Gegenleistung. Seva ist das selbstloses Dienen, um Gottes Liebe, Gnade und Segen zu erbitten und eine Methode, die fünf Diebe, Panj Chor zu überwinden. Es gibt drei Formen von Dienst.

  • Tan - physischer Dienst
  • Man - mentaler Dienst
  • Dhan - materieller Dienst

Sevadar, Sewadar

ist die Person, die den selbstlosen Dienst durchführt.

Seva Panthi

Ein Sikh, dessen Leben dem Dienst Guru/Gott und der Sikh Gemeinde gewidmet ist.

Shabad

Wort. Das göttliche Wort in Form der Heiligen Hymnen. Der Siri Guru Granth Sahib wird als "Shabad Guru" und "Gurshabad" bezeichnet. Gott, Guru und Gurshabad bilden eine Einheit. Gott manifestiert sich durch Sein Wort, durch den Satguru und den Ewigen Shabad Guru.

Shaheed

Sikh Märtyrer/in, die für den Sikh Glauben ihr Leben geopfert haben.

Shakti:

Macht, Kraft, Stärke, Energie, Autorität.

Shastar:

Waffen.

Shastar Vidya dha Abysa

Ausbildung, Training in der Kunst des Waffengebrauchs.

Sidhs

Eine Gruppe von Weisen & Heiligen, die Yoga praktizieren. In Sidh Ghost spricht Satguru Nanak Dev mit den Sidhs (Siddhas) und unterweist diese und schenkt ihnen die spirituelle Erkenntnis, die ihnen noch fehlte, um die Erlösung und Gottverwirklichung zu erreichen.

Sikhi

Sikhi ist die Sikh Lehre und das Praktizieren der Gurmat Lehre. Sikhi ist die originale Terminologie für den Sikh Glauben. Die Sikh Gurus und Gursikhs benutzen diese Begrifflichkeit in den Sikh Schriften. Sikhi beschreibt den distinkten Sikh Glaubens- und Lebensweg, der mit Erscheinen von Satguru Nanak Dev vor 550 Jahren auf Erden manifestiert wurde. Die Sikhi ist kein theoretisches Glaubenskonzept, sondern eine gelebte Erfahrung und transformale Entwicklung auf dem Weg zur Vereinigung mit Akaal Purakh Waheguru, Gott.

Sikhs

Schüler und Lerner. Ein Sikh folgt der Lehre und den Anweisungen der zehn Sikh Gurus. Ein Sikh folgt dem Ewig-lebenden Guru und erkennt den Guru Granth Sahib als den höchsten spirituellen Führer an. Ein Sikh betet und folgt nur dem Einen universellen Schöpferherrn, Ik Oankar.

Shudh

Korrekt, vollständig.

Shudh Santhiya

Korrekte und vollständige Aussprache von Gurbani.

Simran

Meditation (siehe Naam Simran).

Singh

Löwe. Der Nachname von getaufen Sikh Männern.

Singh Sabha

Eine spirituelle, religiös ausgerichtete Reformbewegung, die im Jahr 1873 begann, um zunächst auf Mißstände in den Gurudwaras aufmerksam zu machen. Institutionen, wie das Khalsa College und lokale Gurudwaras verdanken der Singh Sabha Bewegung ihre Existenz.

Singh Sahib

Ehrenbezeichnung für den Haupt Granthi vom Sri Harmandir Sahib oder von einem wichtigen Takht (Sitz). Diese Bezeichnung der Ehre kann nur verwendet werden, solange sich der Haupt Granthi auf dieser Position befindet.

Siropau, Siropa (Saropa)

ursprünglich aus dem persischen stammend, ist der Siropa ein Schal, der als Kennzeichen für Ehre, Respekt, Segen, Tugend und Einsatz in Gegenwart des Siri Guru Granth Sahib einer Einzelperson oder einer Sikh Gruppe als Ehre und Anerkennung verliehen wird.

Siri, Sri

Ehrerbietung für die Heiligkeit. Drückt das Höchste, Oberste und Grösste aus.

Sri Dasam Granth

Eine Anthologie von Sikh Hymnen, Gebeten und der Autobiographie des zehnten Sikh Gurus, Guru Gobind Singh. Es ist die Schrift (Buch) des zehnten Sikh Gurus, dem zehnten König. Die Gebete Jaap Sahib, Tav Prasad Savaiye, Chaupai Sahib, die zu den täglichen Nitnem Banis gehören, stammen aus dem Sri Dasam Granth, sowie die ersten neun Zeilen vom Ardas (Siehe Dasam Granth).

Siri Guru Granth Sahib

Der Siri Guru Granth Sahib stellt die höchste spirituelle Autorität im Sikh Glauben dar. Es ist der Ewig-lebende Guru der Sikhs. Die Sikh Gurus haben das Wort Gottes direkt empfangen und im Siri Guru Granth Sahib offenbart. Der Ewige Shabad Guru lehrt die Methode zur Vereinigung mit der allmächtigen und wundervollen All Seele des Schöpfers. Der Siri Guru Granth Sahib ist in 31 Haupt Raags, 31 Mishrat Raags und 17 unterschiedliche Taala unterteilt. Sie bilden die Grundlage für die musikalischen Kompositionen des Shabad Kirtan. Der Siri Guru Granth Sahib verkörpert Shant und Prem Ras, die Essenz von Frieden und Liebe. Der Siri Guru Granth Sahib hat 1430 Angs (Gliedmaße) und 5864 Verse
Quelle: Damdami Taksal.

Sukhasan (Sukhaasan)

ursprüngliche Bedeutung: Position von Bliss, Glückseligkeit und Komfort. Sukhasan beschreibt die Zeremonie, den Heiligen Guru Granth Sahib am Abend zu schliessen und Ihn für die Nacht in einen separaten Raum zu bringen: Sukhaasan Asthan, in Sach Khand.

Sukhmani Sahib

Das Wort Sukh bedeutet Freude, Friede und Mani steht für Geist, Herz, Juwel. Dieses Gebet hat eine friedvolle, beruhigende Wirkung auf den Geist des Lesers und Zuhörers. Das Sukhmani Sahib ist ein wichtiges Gebet der Sikhs und präsentiert das vollständige Schemata des Sikh Glaubens. Während jedes Ashtpadi (Hymne) eine neue Vision vermittelt, einen bestimmten Aspekt der Wahrhaftigkeit Gottes behandelt, kann das Werk als eine Wiederholung der grundlegenden Themen angesehen werden:

Göttliche Immanenz, Fülle der Gnade, Gottes Beistand, Verdienst der Hingabe, Heilige Gesellschaft, die Natur des Geistes Demut, die tiefe Bedeutung, die Wirkung und Grossartigkeit von Gottes Namen

Sodar

Eine Komposition von Satguru Nanak Dev, die von Sikhs als Teil des Rehras Sahib gelesen wird.

Swayya, Savaiye

Eine Anzahl von Hymnen, die von Guru Gobind Singh verfasst worden sind. Sie sind Bestandteil im Sri Dasam Granth.

T

Tabiya (Tabiyaa)

Guru Granth Sahib's Plattform.

Tankhah

Strafe. Das Konzept von Tankhah basiert auf Vergebung und beinhaltet in der Regel bestimmte Gebete oder mehr Seva (ehrenamtliche, selbstlose Arbeit) durchzuführen. Bei Verstößen gegen die Gurmat Lehre, bei sozialem Fehlverhalten etc. können die fünf Geliebten, die Panj Pyare, eine Strafe auferlegen. Besteht die Person jedoch weiterhin auf ihr Fehlverhalten oder auf den Verstoß, kann sie von Sri Akaal Takht, dem höchsten Sitz der temporalen Sikh Autorität und den Panj Pyare aus dem Sikh Panth ausgeschlossen und exkommuniziert werden.

Tarkash

Ein Köcher, der zum Halten von Pfeilen verwendet wird.

Tav Prasad Savaiye

Dieses Bani (Gebet) gehört zu den fünf Morgengebeten eines getauften Sikhs und stammt aus dem Sri Dasam Granth von Guru Gobind Singh.

Tir-O-Tarkash

Pfeile und Köcher.

Tosakhana

Aufbewahrungsraum für wertvolle Gegenstände und Glaubensartikel.

Turang

Pferd.

U

Udasi

Der Udasi Orden wurde von Baba Sri Chand, dem ältesten Sohn von Satguru Nanak Dev, als eine Asketen Sekte gegründet. Während der Zeit des sechsten Sikh Gurus, Guru Hargobind Sahib, wurde dieser Orden für den Sikhismus von Wichtigkeit. Die Udasis spielten eine prominente Rolle, die Sikh Gurudwaras in schwierigen Zeiten zu beschützen. Ausserhalb des Punjab etablierten und verwalteten die Udasis die Sikh Gurudwaras. Guru Hargobind Sahib's ältester Sohn, Baba Gurditta, ging in den Udasi Orden. Es gab eine Zeit, wo die Udasis die Loyalität des Guru Hauses missachteten, indem einige wenige Udasis die Gurudwaras nicht ordnungsgemäß verwalteten. Bis heute befinden sich der Udasi Orden und die Sikh Gemeinde in einer kommunalen Harmonie, die von einer engen Freundschaft und tiefem Respekt gekennzeichnet ist.

Ustad

eine Terminologie, die für einen hochentwickelten Lehrer benutzt wird. Ein Ustad lernt Gatka, Shabad Kirtan etc.

Ustati

Lob Gottes, die Lobrpreisung Gottes.

V

Vaheguru (englische Schreibweise)

siehe Waheguru.

Vaisakhi:

An Vaisakhi, 30. März 1699, wurde die Khalsa auf Willen von Akaal Purakh Waheguru durch Guru Gobind Singh in Sri Anandpur Sahib gegründet. Der Takht Sri Kesgarh Sahib, einer der fünf höchsten Sitze der Sikh Religion, befindet sich in Sri Anandpur Sahib. Vaisakhi fällt durch die Kalenderumstellung heute auf den 13. oder 14. April. An diesem Tag wird auch das Erntedankfest im Punjab gefeiert (siehe Baisahki).

Varna Ashram Dharma

ist das hinduistische Kastensystem, dass die Menschen in vier Hauptkasten und weitere Unterkasten von Geburt einteilt. Das Hindu-Kastensystem basiert auf Ungleichheit und verweigert den unteren Kasten Chanchengleichheit und damit grundlegende demokratische Rechte und Werte. Satguru Nanak Dev und die Sikh Gurus lehnten dieses Kastensystem ab. Mit Einführung des Khalsa Panth an Vaisakhi 1699 hat Guru Gobind Singh die Menschen aus dem 4 Kastensystem "befreit":

"ਉਪਮਾ ਖ਼ਾਲਸੇ ਜਾਤ ਨ ਕਹੀ
Ein Lob auf die kastenlose Khalsa.
Von heute an seid ihr von den vier Bindungen der Kasten in der Gesellschaft befreit: Krit, Kul, Dharam und Karam.

Durch die Initiierung in den Khalsa Panth wurde das Kastensystem für alle Menschen, die sich der Sikh Religion anschlossen, abgeschafft.

Vidiya

Bildung, Erziehung, Lehre, Wissen.

Vikheter

Ein Kämpfer auf dem Schlachtfeld.

W

Wak (Waak)

siehe Hukamnama & Mukhwaak.

Waheguru

Waheguru ist die Terminologie für Gott im Sikh Glauben. Waheguru ist der wundervolle Erleuchter und Schöpferherr, in Worte nicht zu fassen, der die Dunkelheit der Unwissenheit und Ignoranz vertreibt und das Bewusstsein mit dem göttlichen Licht von Wahrheit, Wissen und Erkenntnis segnet. Satguru Nanak Dev und die Sikh Gurus geben immer wieder die liebevolle Anweisung, sich an den Einen Namen, an das Mantar Gottes, an Waheguru, zu erinnern und darauf zu meditieren, um sich mit Gott zu vereinen.

Waheguru ji ka Khalsa Waheguru ji ki Fateh

Die Sikh Salutation. Es ist die Begrüßung im Khalsa und Sikh Panth und bedeutet:
Die Khalsa gehört Waheguru (Gott) - der Sieg gehört Waheguru (Gott).

X
Y

Yuddha

Ein männlicher Kämpfer.

Yuddh

Krieg, Schlacht, Kampf, Feindseligkeiten.

Yuddh karna kise nal

um gegen jemanden zu kämpfen.

Yuddh Vir

tapferer Krieger, Kämpfer.

Yug (Yuga)

Zeitalter. Es gibt vier Zeitalter: Sat Yuga, Treta Yuga, Dwarpa Yuga und Kali Yuga.

Z

Zafarnāma:

Das berühmte Zafarnāma war ein Siegesschreiben, das Sri Guru Gobind Singh 1705 an den Mogul Kaiser Aurangzeb nach der Schlacht von Chamkaur schrieb. Der Brief wurde von Guru Gobind Singh in perfektem Persisch verfasst. Das Zafarnāma ist Teil des Sri Dasam Granth.

Zulum:

Tyrannei, Folter.

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Punjabi Pedia

PunjabiPedia.org
Punjabi Pedia ist eine Enzyklopädie der Punjabi Sprache über den Sikhismus, um die Punjabi Sprache, Literatur und Kultur zu fördern.

Enzyklopädie der Sikh Literatur

Guru Shabad Ratnakar Mahan Kosh ist eine Enzyklopädie der Sikh Literatur, die von Bhai Khan Singh Nabha 1912 begonnen wurde. Dieses umfangreiche Werk wurde im Jahr 1926 nach 14 Jahren Forschung und aufwendiger Arbeit vom fürstlichen Staat Patiala herausgegeben. Es wurden damals 51.000 Rs. für die Veröffentlichung des 'Mahan Kosh' ausgegeben. Aufgrund der Anzahl von tausenden Seiten wurde das Buch in mehrere Bände aufgeteilt. Mahan Kosh von Bhai Khan Singh Nabha zählt zu einer Referenzquelle für die Erforschung über die Sikh Religion und der Punjab Kultur.

Guru Shabad Ratnakar Mahan Kosh from Bhai Khan Singh Nabha. An encyclopedia of Sikh literature started in 1912. The work was accomplished in 1926 after 14 years of research and painstaking effort. Finally published by the princely state of Patiala. The state spent Rs.51,000 on its publishing. Because of the many thousand pages, the book was divided into several volumes. It still serves as one of the reference material for research on Sikh faith and beliefs and also on the Punjab culture.

Mahan Kosh Volume 1
Mahan Kosh Volume 2
Mahan Kosh Volume 3

The Encyclopaedia of Sikhism

Punjabi University, Patiala

Punjabi University Patiala

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