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1914 - Das Komagata Maru Massaker

Die Komagata Maru war ein japanisches Dampfschiff, umbenannt auf den Namen Guru Nanak Jahaz, welches von Hong Kong aus unter der Organisation von Baba Gurdit Singh (1860-1954), einem abenteuerlichen Sikh Geschäftsmann startete, um eine Gruppe indischer Immigranten nach Kanada zu befördern. Das Schiff legte in Hong Kong ab und steuerte auf Kanada zu. Unter den 376 Passagieren befanden sich 340 Sikhs, 12 Hindus und 24 Muslime. In Vancouver musste das Schiff umkehren, da das Anlegen verweigert wurde. Von den Passagieren hatten 22 Personen keine Erlaubnis Kanada zu betreten.

Die Sikh Sangat in Kanada sammelte daraufhin 22.000 kanadische Dollar, um die Gebühren für die 22 Passagiere zu bezahlen. Sie baten die kanadische Regierung, den König Duke of Connaught, sowie die indischen Führer in Indien und England um Erlaubnis für die Einwanderung. Es wurden öffentliche Versammlungen in mehreren Städten im Punjab abgehalten, um Sympathie mit den Passagieren der Komagata Maru zu bekunden. Das Shore Committee der Vancouver Sikhs ging schließlich mit dem Fall vor Gericht. Ein vollbesetztes Plenum des Obersten Gerichtshof entschied, dass die neuen Beschlüsse des Rates eine Einmischung der Gerichtshöfe bei Entscheidungen des Ministeriums für Einwanderung verbieten würden. Nach zwei Monaten wurde den 22 Passagieren die legale Aufenthaltserlaubnis erteilt, jedoch mussten die restlichen Passagiere den Hafen von Victoria verlassen.

Als sich die Komagata Maru am 26. September 1914 Kalkutta näherte, signalisierte ihr ein europäisches Kanonenboot anzuhalten. Das Schiff wurde unter Aufsicht gestellt und die Passagiere als Gefangene eingestuft.

Die Komagata Maru wurde zu einem Ort namens Budge Budge gebracht, der sich 17 Meilen abseits von Kalkutta befand.

Als sich Baba Gurdit Singh wegen der Kursänderung erkundigte, teilte ihm ein Beamter mit, dass die Passagiere mit einem Zug in den Punjab geschickt werden.

Die Organisatoren dieser Reise waren die rechtmässigen Besitzer der Komagatu Maru, weder sie noch die Passagiere wollten zurück in den Punjab gebracht werden, sondern nach Kalkutta gehen. Das Anliegen der Besatzung war es, den Siri Guru Granth Sahib in den Gurudwara von Kalkutta zu bringen und den dortigen Gouverneur aufzusuchen, um die Angelegenheit mit ihm zu besprechen.

Die Reise dorthin konnte nicht durchgeführt werden und sie mussten zurück nach Budge Budge. Dort befahl man ihnen das Schiff wieder zu betreten. Die Passagiere, angeführt von Bhai Gurdit Singh, weigerten sich. Daraufhin wurde Baba Gurdit Singh von einem englischen Beamten mit einem Schlagstock angegriffen. Er wurde von einem weiteren Passagier gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt eröffneten die Briten das Feuer. Baba Gurdit Singh wurde in Sicherheit gebracht. 29 der Passagiere wurden durch die Kugeln stark verletzt, 20 starben.

Dieses Ereignis erweckte eine weltweite Bestürzung. Kanada entschuldigte sich offiziell für das Komagata Massaker von 1914 bei der Sikh Bevölkerung.

Mehr Infos zur Komagata Maru finden Sie unter Khalsa Diwan Society, Abbotsford

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